Google: Mit dem Street-View-Fahrrad in der Arktis

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Heute startet Google Street View seine Entdeckungstour in einem kleinen Dorf im arktischen Kanada.

 

(24.8.2012, 13:40) Google schickt seine Street-View-Kameras jetzt auch in die abgeschiedenen Winkel der Welt. Das kleine Dorf Cambridge Bay im Norden Kanadas erreicht man eigentlich nur mit dem Flugzeug. Was haben die Google-Kameras dort zu suchen?

Die kleine Inuit-Gemeinde zählt 1500 Einwohner. Einer von ihnen, Chris Kalluk, hat den Internet-Konzern gebeten, seinen Panorama-Dienst auch auf die Arktis auszuweiten. Andere Menschen sollen die Region und die Lebensart der Menschen dort besser kennen lernen, Vorurteile sollen ausgeräumt werden.

Ein Street-View-Auto in das abgelegene Dorf zu transportieren wäre ziemlich kompliziert gewesen, also kommt das Equipment auf einem speziellen Fahrrad zum Einsatz.

Das ist der erste Besuch des Street-View-Teams in der Region Nunavut. So weit im Norden gibt es auch keine großen Ansiedlungen.

Die Einwohner von Cambridge Bay sind offenbar Feuer und Flamme und arbeiten aktiv mit. Zusammen haben sie bereits mithilfe des Google Map Maker die Karte ihres Heimatortes auf Vordermann gebracht.

Sogar offizielle Einrichtungen der Ortschaft haben Einwohner selbst hinzugefügt, gekennzeichnet sind sie sowohl auf Englisch als auch auf Inuktitut, einer weiteren offiziellen Sprache der Region.

Chris Kalluk, der zu Anfang Google auf seinen Heimatort aufmerksam gemacht hatte, sowie einige andere Einheimische sollen in einem weiteren Schritt selbst ihre Heimat kartografisieren. Google möchte sie mit dem nötigen Equipment vertraut machen, sodass sie auf eigene Faust in der Region herumreisen und die Kanadische Arktis für den Online-Mapping-Dienst in Bildern festhalten können.

Allerdings wird es noch einige Monate dauern, bis wir die Bilder zu Gesicht bekommen. Die Daten müssen erst bearbeitet, Gesichter verpixelt werden. Das könnte in diesem Fall recht aufwändig werden, da immer eine Gruppe begeisterter Kinder dem Street-View-Fahrrad dicht auf den Fersen zu sein scheint.

Google Street View erkundet zunehmend wenig oder unbewohnte Gebiete, um sein Kartenmaterial zu vervollständigen. Dazu gehören etwa antike Pyramiden in Mexiko, Stonehenge und Loch Ness.

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Quelle

Telekom Presse Dr. Peter F. Mayer KG
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