Das eigene Internet der Hacker gegen Zensur

Beim Kongress des Chaos Computer Clubs wird die Idee eines satellitengestützen Internet auf privater Basis diskutiert um staatliche Zensur ausschalten zu können.

 

(1.1.2012, 12:13) Die Internetsperren in Staaten wie Iran, China oder in einigen arabischen Staaten sowie der Stop Piracy Act (SOPA), der im US-Kongress diskutiert wird und ebenfalls eine Internet Zensur ermöglichen soll, hat nun auch die Hacker massiv auf den Plan gerufen. In der Open Source Community und bei den diversen Hacker Vereinigungen finden sich die entschiedensten Verfechter für freie Rede im Internet.

Beim Chaos Communication Congress 28c3 in Berlin, der heuer unter dem Motto „behind enemy lines“ läuft, wurden Pläne für ein Satelliten-Internet diskutiert. Das Hackerspace Global Grid soll ein Netz von Bodenstationen erhalten, das die Satelliten verfolgen und mit ihnen kommunizieren kann.

Hackerspace Global Grid ist nicht das erste Projekt, mit dem Satelliten im erdnahen All positioniert werden. Bisher blieben Amateur-Satelliten nur für kurze Zeit im Weltraum, da sie meist von Ballonen getragen wurden. Auch die Verfolgung stellte sich als großes Problem für die mit geringen Budgets ausgestatteten Projekte dar.

Der führende Treiber bei dem Projekt ist Nick Farr. Er suchte bereits im August nach Unterstützern für die Raummission. Die wichtigste Motivation ist für ihn die laufend stärker werdende Zensur des Internets. „Das erste Ziel ist ein unzensurierbares Internet im Weltraum. Entziehen wir irdischen Organisationen die Kontrolle über das Internet", sagte Farr. Der in den USA diskutierte Stop Online Piracy Act (SOPA) sei ein weiterer Beweis, dass die Freiheit im Internet bedroht wird, zitiert die BBC Farr weiter.

Telekom Presse Dr. Peter F. Mayer KG
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