Anonymous greift FTC-Webseite an

Die Akivistengruppe Anonymous stellte ein Video auf die Webseite der US-Handelskommission und wird damit ein weiterers Mal gegen das ACTA-Abkommen aktiv.

 

(19.02.2012, 14:00) Die Online-Inhalte bezüglich des Konsumentenschutzes der US-Handelskommission wurden von der Hackergruppe Anonymous durch ein Satire-Video zum Anti-Produktpiraterie-Abkommen ACTA in deutscher Sprache ersetzt. Im Video wurde gezeigt, wie ein PC-Nutzer von ACTA-Polizisten erschossen wird, weil er seiner Mutter ein Foto per E-Mail schickt.

 

Die Attacke auf die Webseite wurde von der Federal Trade Commission (FTC) bestätigt und die Seite zeitweise offline genomen. Die FTC ließ verkünden, dass sie erst dann wieder online verfügbar sein wird, wenn sie hinreichend geschützt ist und derartige Angriffe nicht mehr möglich sind.

 

Gegner des umstrittenen Abkommens kritisieren ACTA insbesondere wegen des Umstands, dass bei Inkrafttreten das kreative Arbeiten am PC wie das Abmischen von Musikstücken oder die Vornahme von Videoschnitten kriminalisiert werden würde. Zudem enthält ACTA ein detailliertes Reglement, von denen viele Punkte gegen rechtsstaatliche Prinzipien verstoßen. So sollen Staaten Internet Provider dazu anhalten, mit den Contentverwertern Verträge zur Überwachung, Filterung und Sperrung des Internetverkehrs abzuschließen. Die Freiheit des Internets wäre somit massiv bedroht

 

Das Abkommen zum Kampf gegen Produktfälschungen und Urheberrechtsverletzungen führt mit vagen Formulierungen zu massiven Eingriffen in die Grundrechte, wobei die Zensur schon auf Providerebene stattfindet, da das Abkommen Provider dazu drängt ihre Netzwerke zu überwachen. Dabei kommt es zu einer Bevorzugung der Rechte der Urheberrechtsverwerter gegenüber Grundrechten wie Meinungsfreiheit, Privatsphäre oder Datenschutz.

 

Die Hackergruppe Anonymous teilte zudem mit, dass digitale Informationen über FTC-Mitarbeiter heruntergeladen wurden. Dies wurde seitens der FTC noch nicht bestätigt.

 

Anonymous verspricht übrigens für jeden Freitag regelmäßige Angriffe unter dem Hashtag #FFF, eine Alliteration des Follow Friday Hashtag #ff. Ziel sei, so viele wie möglich korrupte Unternehmen und Regierungen aus dem Interent zu entfernen.

 

 

Verwandte Themen

Reaktionen auf diesen Artikel

Es wurden noch keine Reaktionen in diesem Forum eingegeben.

Kommentar hinzufügen

Telekom Presse Dr. Peter F. Mayer KG
Ziegelofengasse 29, A-1050 Wien, E-Mail: office@telekom-presse.at, Tel. +43 664 400 15 55
Devices | Mobility | Entertainment