Isis: Starker Konkurrenz für Google Wallet
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Isis: Starke Konkurrenz für Google Wallet

 
 

Bezahlen mittels dem Smartphone gilt als lukrativer Zukunftsmarkt. Isis ist dabei ein Anbieter eines mobilen Bezahlungssystems, der das Potenzial hat, Google Wallet vom Markt zu verdrängen.

 

(06.03.2012, 11:30) Mobile Zahlungsanbieter finden in Smartphones mit NFC-Funktion die ideale Plattform für das Bezahlungssystem der Zukunft. Google hat das Potenzial des Marktes bereits erkannt und mit Google Wallet ein System geschaffen, das es ermöglicht, überall mobil mittels dem Handy zu bezahlen - Zumindest wurde dies angestrebt. Wallet wurde im September 2011 gegründet und war anfangs nur für das Nexus S 4G verfügbar und konnte auch nur bei MasterCard-Partner genutzt werden. Dennoch hat Google bereits sehr früh auf den Markt für mobile Bezahlung gesetzt.

 

Wallet startete, wie so viele andere Google Produkte, zunächst aber als ein Experiment und steckt noch immer in einer Entwicklungsphase. So gehören zu den Geräten, die den Dienst unterstützen immer noch nur das Nexus S 4G und die Version Galaxy Nexus GSM.

 

Im September wurde eine Partnerschaft mit Visa angekündigt, um zumindest zu ermöglichen, dass man bei mehreren Anbietern mobil bezahlen kann, allerdings wurde diese Kooperation bis heute nicht durchgeführt. Man spekuliert, dass es mit den Olympischen Spielen im Sommer 2012 möglich sein wird, mit Google Wallet bei Visa-Partnern zu bezahlen. An ähnlichen Partnerschaften mit Discover oder American Express soll zudem gearbeitet werden, allerdings wurde es diesbezüglich recht ruhig um Google Wallet.

 

Der Service wurde zudem gleich bei der Einführung von Sicherheitsexperten dermaßen kritisiert, dass der Prepaid-Service kurzzeitig eingestellt werden musste. Kein besonders guter Start also für ein mobiles Bezahlungssystem. Auch machte der Dienst wegen der schlechten Integration negative Schlagzeilen. Erst heute erlangten Nutzer von Android Geräten eine Benachrichtigung, dass ihre Geräte nicht vom Dienst unterstützt werden und Google selbst davon abrät, den Dienst über Android Geräte zu nutzen. Alles in allem ist ein Bezahlungssystem also vorhanden, wirklich ausgereift scheint es aber nicht zu sein.

 

Isis

 

Wenn man nun Isis betrachtet, so zeigt sich, dass der Dienst weitaus mehr Potenzial zu haben scheint als Google Wallet. Noch ist der Service sehr unbekannt, da das Unternehmen noch keine für die Öffentlichkeit zugänglichen Produkte anbietet. Dies wird sich voraussichtlich mit Mitte des Jahres ändern. Die beste Grundlagen dafür sind gegebene:So verfügt Isis über eine versprochene und abgesegnete finanzielle Unterstützung im Ausmaß von 100 Millionen Dollar von Unternehmen wie Verizon Wireless, AT&T und T-Mobile.

 

Isis wird NFC-Credit- und Prepaid-Zahlungen anbieten und das Angebot mit Schnäppchen und Stammkundenrabatten abrunden und damit auf das Produktportofolio setzen, das auch der Dienst Wallet abdecken möchte.

 

Isis hat zudem angekündigt, dass Partnerschaften mit VeriFone, Ingenico, VIVOtech und Equinox Payments eingegangen wurden, um abzusichern, dass alle gegenwärtigen und zukünftigen Produkte dieser Unternehmen für Isis gerüstet sind. VeriFone besitzt dabei knapp ein Viertel aller Terminals, bei denen an den Verkaufsorten bezahlt werden kann. Ingenico ist sogar noch größer und kontrolliert 26 Prozent des Marktes und ist dabei der größte Terminal-Betreiber der Welt. VIVOtech ist ein Unternehmen, dass 75 Prozent aller NFC-Bezahlungssysteme besitzt und Equinox Payments betreibt ebenfalls tausend Terminals innerhalb der USA. Damit wird die Tragfähigkeit des Deals bewusst, wenn man berücksichtigt, dass alle zukünftigen Produkte dieser Firmen Isis unterstützen werden und, so kann man annehmen, keine Vereinbarungen mit anderen Anbietern mobiler Zahlsysteme eingegangen werden dürfen.

 

Isis konnte aber auch Deals mit Visa, MasterCard, American Express und Discover erreichen und war hier weitaus schneller und offenbar auch erfolgreicher als Google. Auch die Unternehmen Chase, Capital One und Barclays konnten für spezielle Kartenunterstützungen gewonnen werden. Und sogar Motorola scheint an den Druchbruch von Isis zu glauben und hat zugesagt, Geräte herzustellen, welche das System unterstützen. Isis geht davon aus, dass in der USA allein bereits bei der Einführung des Dienstes 100 Millionen Nutzer mit Isis bezahlen werden. Es kann also durchaus sein, dass das Unternehmen bald genauso bekannt ist wie PayPal.

 

Und für Google und den Dienst Wallet bedeutet die Konkurrenz von Isis, dass man noch vor dem Marktstart des Konkurrenzprodukts versuchen muss, den eigenen Service drastisch zu verbessern und auszubauen, da es ansonsten sehr wahrscheinlich ist, in diesem Bereich verdrängt zu werden. Bereits vor dem Start hat Isis weit mehr Partner als Google und Isis kann Wallets Startschwierigkeiten hervorragend für entsprechende Marketingmaßnahmen nutzen. Google Wallet muss sich also warm anziehen.

 

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