Googles großer Plan für Google Maps
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Googles großer Plan für Google Maps

 

In regelmäßigen Abständen erhalten Smartphone-Nutzer die Möglichkeit auf ein neues Update für Google Maps und auch andere Services. Im Speziellen hat Google aber mit seinem Kartendienst noch viel mehr vor. Das Unternehmen setzt die Weichen für seine eigene Rabattplattform à la Groupon.

 

(10.05.2012; 13:30) Neuer Tag, neues Update für Google Maps, so oder so ähnlich könnte die Philosophie lauten, denn es vergehen meist nur einige Stunden bis ein neues Update für den Kartendienst verfügbar ist.

Das gestern erschienene enthält nicht unbedingt eine lange Liste an Neuerungen, aber der wichtigste Grund für diese dauernden Neuerungen liegen wohl eher im digitalen Ökosystems des Unternehmens begründet.

Wo hingegen Apple darauf achtet, Updates erst zur Verfügung zu stellen, wenn sie auch wirklich nahezu „perfekt“ laufen und dann auch den neuen Service in Verbindung mit einem neuen Produkt auf den Markt bringen, oder in Form eines großen iOS-Updates, ist Google darum bemüht, seine neuesten Features direkt am Nutzer auszuprobieren, um auf diese Art auch gleich das Feedback für Verbesserungen und Änderungen heranziehen zu können.

Das neueste Update für Google Maps beinhaltet im wesentlichen drei Neuerungen. In den USA wurde die Anzeige von Google Angeboten in der näheren Umgebung integriert. Japan und die USA erhalten die Möglichkeit auch innerhalb von Gebäuden navigiert werden zu können. Neben den Gebäudeplänen wird auch für einige Geschäfte und Restaurants eine 360 Grad Panoramasicht geboten.

Nun, schön langsam fügen sich die einzelnen Stücke zusammen und es ergibt sich ein eindrucksvolles Gesamtbild. Google bildet mit rund um Google Maps einen starken auf mobile Nutzung aufgebauten Angebots- und Marketing-Service.

Die Neuerungen in Google Maps haben daher einen weit größeren Sinn, denn dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, Nutzern innerhalb von Google Maps Werbungen und Angebote von naheliegenden Unternehmen anzuzeigen.

Groupon hat bereits bewiesen, dass hinter dieser Geschäftsidee eine Menge Geld steckt, denn nicht ohne Grund hat das Unternehmen nur durch das Schalten von speziellen Angeboten einen beträchtlichen Gewinn erzielen können. Google hat auch versucht das Unternehmen zu kaufen, aber der Deal kam nicht zustande, weswegen der Suchmaschinen-Konzern zurück zu Plan B kehrte und alles für eine eigene Plattform in die Wege leitete.

Der große Trumpf des Unternehmens liegt in den vorhandenen Ressourcen. Durch eine Integration in Google Maps hebt sich der Konzern von seinen Konkurrenten deutlich ab. Derzeit ist das Angebot von Groupon, oder in diesem Fall auch Google, national beschränkt und sollte es doch einmal lokale Angebote geben, ist der Service noch zu langsam, um auf öffentliche Gegebenheiten zu reagieren.

Die große Chance besteht für Google darin, den Service so zu erweitern, das Unternehmen die Möglichkeit haben, ihre Angebote auf demografische, zeitliche und auch geografische Bedingungen bestimmen könnten. Werbung könnte im Bereich von mobilen Anwendungen um einiges zentralisierter gestaltet werden.

Aber die Konkurrenz scheint Google dicht auf den Fersen zu sein, denn Groupon zum Beispiel hat bereits einen neuen Service unter dem Namen Groupon Now! gestartet und auch Apple scheint derlei Plänen nachzugehen. Somit wird der Druck auf Google größer, um auch tatsächlich der erste Anbieter davon zu sein.

Auch wenn die neuen Features im ersten Moment daher klein wirken und vielleicht auch unbedeutend, darf man das größere Ziel das Google damit verfolgt, nicht außer Acht lassen. Der Begriff Werbung würde sich dadurch neu definieren und vor allem auch neue Standards schaffen.

Fraglich ist nur wie die Verbraucherzentralen und Wettbewerbsbehörden auf diese neue Art der Werbung reagieren, denn schon bei dem Start von Groupon wurden Vorwürfe der Lockwerbung laut.

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