Wie Samsung es geschafft hat das Samsung Galaxy S3 vor der Welt geheim zu halten

Der koreanische Hersteller hat es nicht nur geschafft, ein High-End-Gerät auf den Markt zu bringen, sondern auch dieses tatsächlich bis zum Unpack-Event in London am 3. Mai vor der Öffentlichkeit geheim zu halten. Dafür sind vor allem die Entwickler sind für diesen Erfolg verantwortlich.

 

(14.6.2012; 16:00) Das Samsung Galaxy S3 ist ohne Zweifel das am meisten gehypte Android-Smartphone derzeit auf dem Markt. Mit über 9 Millionen Vorbestellungen gilt es auch als eines der am schnellsten verkauften Smartphones der Welt. Vor allem im Vorfeld der Präsentation im Mai wurde der Druck auf Samsung und besonders auf die Entwickler immer stärker, um Leaks von Samsungs neuem Flaggschiff auch tatsächlich unter Verschluss zu halten.

Immer wieder scheitern Unternehmen daran, ein neues Produkt bis zum Tag der Präsentation unter Verschluss zu halten. Vor allem Apple hatte in der Vergangenheit immer mit Leaks und aufgetauchten Geräteteilen zu kämpfen. Bei dem Konzern ist die Abhängigkeit zu verschiedenen Zulieferern die größte Schwachstelle.

Im Gegensatz dazu war bei Samsung rund um das Galaxy S III alles Top Secret. Insbesondere auch die Patente rund um die Software und die verbaute Technologie. Auch wenn die Marketing-Abteilung über die Gerüchteküche und die damit verbundene Werbung für Samsung ihre reine Freude gehabt haben muss, zeigt ein auf Samsung Tomorrow erschienener Bericht, dass die Wochen vor der Präsentation in London immensen Druck für die Entwickler bedeuteten.

Einer der Verantwortlichen fühlte sich besonders in der Zeit, als würde er ein Doppelleben führen. Vor allem mussten sie auch gegenüber Familie und Freunden Stillschweigen bewahren.

Während man bei Samsung grundsätzlich auf Teamwork setzt, galten für das Samsung Galaxy S III neue Regeln, denn es gab sogar eigene Labors mit verstärkten Sicherheitsbedingungen. Neben eigenen Magnetstreifenkarten waren auch überall Fingerprint-Sensoren und nur wenige hatten die Freigabestufe für diese Informationen geschweige denn Zugang zu den Labors.

Aber auch für den Transport des Smartphones waren immense Sicherheitsbestimmungen einzuhalten, weswegen das Gerät auch für kürzeste Strecken in eine Box kam, damit auf dem Weg auch niemand einen Blick darauf erhaschen konnte.

Prototypen wurden nicht per Post versandt, sondern wurden persönlich zu den Partnern und Anbietern gebracht. Währenddessen wurden diese dann auch von den Samsung-Mitarbeitern ständig überwacht, um auch hier die Sicherheitsbedingungen zu wahren.

Auch das Fotografieren oder Skizzieren war natürlich strengstens untersagt und auch nur gewissen Personen war es gestattet, das Galaxy S III zu sehen, weswegen die Mitarbeiter gezwungen waren das Gerät zu beschreiben.

Normalerweise kommt zuerst das Design eines Gerätes und dann sollten sich im besten Falle die technischen Komponenten nahtlos einfügen. Das ist natürlich nur in der Theorie so, weswegen es immer wieder zu Veränderungen am Aussehen eines Gerätes kommt. Nun wurde für die Entwickler bei Samsung die Sache aber noch schwieriger, denn sie mussten in der gleichen Zeit dies für drei unterschiedliche Geräte machen, bei denen bis zum Schluss niemand wusste, welches tatsächlich das finale Samsung Galaxy S3 sein wird.

"Normalerweise stellen wir die Antenne auf Basis des finalen Designs her und fordern dann eine Autorisierung an. In diesem Fall mussten wir immer und immer wieder die Antenne überarbeiten. Sobald eine Veränderung am Aussehen vorgenommen wurde, mussten auch wir eine neue Antenne präsentieren können. Um ehrlich zu sein, war es manchmal schon ermüdend und frustrierend", so BeoungSun Lee, Senior Engineer bei Samsung.

Nun hat man wohl einen kleinen Einblick in die Geheimhaltungsvorschriften von Samsung die mit Sicherheit nicht das letzte Mal zum Einsatz kamen und was die Mitarbeiter und in diesem Fall besonders die Entwickler für eine Arbeit geleistet haben, um tatsächliche Leaks des Samsung Galaxy S3 zu verhindern.

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