Samsung Galaxy Note 7 Version 2 im Test: Kamera, Stylus und Software

Samsung Galaxy Note 7 Version 2 Black Onyx Samsung Galaxy Note 7 Version 2 Black Onyx
Die Kamera des Galaxy Note 7 ist noch immer das Beste was es derzeit in einem Smartphone gibt. Auch bei der Software hat Samsung wieder neue Schritte in Sachen Bedienerfreundlichkeit gemacht.

(24.09.2016, 19:40) Im Teil 1 unseres Testberichtes zum Samsung Galaxy Note 7 haben wir über Design & Verarbeitung, Display, Sicherheit & Iris Scanner, Hardware & Performance sowie Audio & Sprache gecovert. Im Teil 2 folgen nun Software, S Pen und Kamera.

Software und Grace UI

Als Basis dient Android 6.0.1 Marshmallow, das in der Zwischenzeit schon gut gereift ist und sehr stabil und performant läuft.  Bei der Inbetriebnahme des Gaalxy Note 7 Version 2 gibt es jedenfalls gleich ein Update des Betriebssystems, das einerseits den September Security Patch enthält und andererseits die Akkuanzeige auf Grün ändert. Mehr dazu hier.

Samsung hat wieder einige Zusätze und Erweiterungen mit dabei, wie etwa die Multi-Window Unterstützung, die Google mittlerweile auch in Android 7.0 Nougat nachgezogen hat. Ein Update auf Android 7.0 wird es ziemlich sicher nicht geben, da die Version noch mit einigen Problemen zu kämpfen hat (Bootloops am Nexus 5X, Abstürze am Nexus 6P, noch keine Version für das Nexus 6 etc) und Google für die demnächst folgende Release ihrer neuen Pixel Smartphones bereits eine Version 7.1 vorbereitet.

Dazu hat Samsung noch das User Interface verbessert und benutzerfreundlicher gemacht. Bis zum Galaxy S7 handelte es sich dabei um TouchWiz, die aktuellste Version wird Grace UI genannt und hat eine ganz massive Überarbeitung erfahren.

Die sichtbarste Änderung betrifft dabei die Einstellungen, die völlig neu zusammengestellt wurden. Zugegeben, im ersten Moment ist die neue Anordnung etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man sich über Jahre an die bisherige gewöhnt hatte. Aber schon nach kurzer Einarbeitung empfinde ich zumindest es als wesentlich übersichtlicher und logischer.

Man braucht nicht wie in Standard Android in eine Reihe von Untermenüs gehen um einen bestimmten Job zu erledigen. So sind etwa alle Aspekte der Sicherheit nun in einem Menüpunkt zusammengefasst und nicht über mehrere Punkte verstreut. Akku, RAM, Speicher und Gerätesicherheit finden sich unter dem Punkt Gerätewartung, der beim Aufruf gleich einmal einen umfassenden Check durchführt. Hier die Übersicht und der Punkt Gerätewartung:

Samsung Galaxy Note 7 im TestSamsung Galaxy Note 7 im Test

Es gibt auch noch einiges an Zusatz-Software wie den Game Launcher sowie die Game Tools, zu finden in Einstellungen -> Erweiterte Funktionen -> Spiele. Hier finden sich auch einige weitere Funktionen wie die Smart- Aufnahme, die etwa ermöglicht nach dem Erstellen eines Screenshots mit dem S Pen oder dem Finger am Screenshot zu zeichnen, ihn direkt zu versenden oder verborgene Bereiche des Bildschirms gleich in einem mit aufzunehmen.

Samsung Galaxy Note 7 im TestSamsung Galaxy Note 7 im Test

Hilfreich finde ich auch, dass am Ende der einzelnen Hauptmenüpunkte Links zu ähnlichen Funktionen zu finden sind, wie am zweiten Screenshot oben zu sehen.

Neben den mitgelieferten bzw vorinstallierten Tools und Apps gibt es aber noch einiges Interessante entweder in den Galaxy Apps, im Play Store oder auch im APK-Mirror. Für alle, die Pokémon Go spielen empfiehlt sich der Game Tuner, der Auflösung und Bildwiederholfrequenz herabsetzt und so die Akkulaufzeit deutlich verlängert. Pokémon GO ist bekanntlich ein regelrechter Akkufresser.  Zu finden ist der Game Tuner in den Galaxy Apps, wird aber meist ohnehin vorgeschlagen, sobald man eines der Akku fresser Spiele verwendet.

Übrigens Pokémon GO und dessen Entwickler Niantic: Das erste Niantic Game Ingress wird am Galaxy Note 7 absolut lausig angezeigt, Schriften und Action-Buttons sind auch im Vergleich zum S7 richtig geschrumpft und kaum bedienbar.

Die App 'Good Lock' gibt es im APK-Mirror. Damit lassen sich Schnelleinstellungen und Lock Screen flexibler gestalten, den größten Vorteil bringt aber der veränderte Task Manager, der im Vergleich zum Android Standard, aber auch zum aktuellen Stand von iOS, wesentlich flexiblere und schnellere Bedienung vor allem beim App Wechsel ermöglicht. Wie das genau funktioniert und was die Vorteile sind, könnt ihr hier nachlesen

Der Samsung Launcher ist nicht schlecht, abgesehen von dem auf einem eigenem Bildschrim untergebrachten Briefing genannten Flipboard mit einer völlig absurden News-Zusammenstellung. Ich bevorzuge aber den Nova Launcher, der in der Beta Version mit der Android 7.1 Vorabversion extrem gut mit 'Good Lock' von Samsung zusammenspielt. Mehr dazu findet ihr hier.

Neu mit dem Galaxy Note 7 kam übrigens auch die Samsung Cloud, die mittlerweile aber auch auf den Galaxy S7 Modellen verfügbar ist. Kostenlos werden 15 GB zur Verfügung gestellt. Nicht ganz klar ist mir, was passiert, wenn man dieses Limit überschreitet.

Samsung Galaxy Note 7 im TestSamsung Galaxy Note 7 im Test

Nicht unerwähnt bleiben sollte auch S Health. Die App ist nun schon über einige Versionen und Jahre gewachsen und hat sich zu einem wirklich nützlichen Allround Fitness Tracker gemausert. Gesichert werden die Daten übrigens mit Knox.

S Pen und neue Funktionen

Die S Pen ist seit jeher das Unterscheidungsmerkmal der Galaxy Note Phablets. Lässt  man den Stift durch kurzen Druck aus seiner Halterung springen, so bekommt man ein (abschaltbares) Kontextmenü präsentiert.

Man kann entweder direkt eine Notiz erstellen, die in der recht mächtigen App Samsung Note abgespeichert wird, man kann direkt am Screenshot eine Notiz machen, einen Text markieren und übersetzen, oder sich einen weiteren Schnellzugriff auf eine beliebige App hinzufügen, wie hier etwa die Galerie App:

Samsung Galaxy Note 7 im TestSamsung Galaxy Note 7 im Test

Am zweiten Screenshot am oberen Rand zu sehen sind die Optionen, die bei Smart Select angeboten werden. Und hier ist das GIF/Video zu sehen, das mit der Option 'Animation' erstellt wurde.

Samsung Galaxy Note 7 im Test

Insgesamt lässt sich mit den  Features für den Stift sehr viel anfangen.

Noch ein Wort zu den Software Optionen am Edge Display. Man kann mit einem Wisch vom rechten oder linken Rand aus verschiedene Funktionen aufrufen. Bis zu fünf Kontakte können zum schnellen Zugriff hinzugefügt werden, die mit unterschiedlichen Farben markiert werden. Weiter können bis zu fünf Bookmarks eingestellt werden, die sich bei Aktivierung im vorinstallierten Browser öffnen. Dann gibt es noch einige Optionen wie Apps, Orte, Wetter, Quick Tools, allerhand unnötiges Zeugs von Yahoo, Kalender und Wetter. Ich deaktiviere diese Seiten-Paneele aber, da man sie viel zu oft ungewollt öffnet und sie ohnehin nur das verdoppeln was es anderswo bequemer gibt.

Samsung Galaxy Note 7 Kamera

Die Kameras sind schon bei den beiden Galaxy S7 Modellen ein Prunkstück und derzeit das Beste was es in einem Smartphone zu haben gibt, inklusive dem iPhone 7 Plus. Mit 12 MP Auflösung, dem 1/2,5 Zoll großen Bildsensor Sony IMX260, einer übergroßen Blende von f/1.7 und OIS bekommt man technisch so ziemlich das Fortgeschrittenste was es gibt. Dazu kommt der Dual-Pixel-Autofokus für scharfe Bilder, der extrem schnell fokussiert.

Die Frontkamera schießt Fotos weiterhin mit 5,1 Megapixeln und verfügt ebenfalls über eine große f/1.7-Blendenöffnung. Die Fotos sind so gut, dass sogar ich mich damit abfinden kann.

Samsung Galaxy Note 7 im Test

Da das Note 7 etwas größer ausfällt als das Galaxy S7 Edge, hat Samsung in der Kamera-App ein paar Detailverbesserungen vorgenommen, die hauptsächlich auf die Einhandbedienung ausgelegt sind. Schnelles Wechseln zwischen Haupt- und Frontkamera und auch die Einstellungen und Filter lassen sich nun mit einem seitlichen Wischen einfach erreichen.

Und hier einige Beispiele von Fotos, die die Motive exzellent einfangen und wiedergeben. Gewählt sind ausdrücklich schwierige Lichtverhältnisse und die Aufnahmen sind mit der Automatikeinstellung gemacht.

Samsung Galaxy Note 7 Test - Kamera

Hier sind die Lichtverhältnisse zwar nicht direkt schwierig, interessant ist aber wie detailreich auch weit entfernte Objekte erfasst werden.

Samsung Galaxy Note 7 Test - Kamera

Das ist insoferne ein interessantes Fot, als es ein völlig missglücktes Beleuchtungsexperiment einer Gemeinde in der Nähe von Wien zeigt. Das warme, gelbliche Licht im Vordergrund wird hier im Foto genauso exakt wiedergegeben, wie das grelle und unangenehm bläuliche Licht im Hintergrund.

Samsung Galaxy Note 7 Test - Kamera

Hier wird direkt in die untergehende Sonne fotografiert. Dennoch ist der Vordergrund scharf, die Farben exakt und lebendig wiedergegeben.

Samsung Galaxy Note 7 Test - Kamera

Mit der 'Selektiver Fokus' genannten Funktion lässt sich entweder auf den Vordergrund oder den Hintergrund scharf stellen.

Samsung Galaxy Note 7 Test - Kamera

Auch bei den Videos spielt das Note 7 die erste Geige. Aufnahmen bis UHD, oder FHD mit 60 fps, Timelapse, Slow Motion und Videostabilisierung liefert ebenfalls exzellente Ergebnisse.

Fazit

Warten auf den neuerlichen Verkaufsstart in der ersten Oktoberhälfte lohnt allemal, zu groß sind die Vorteile, die das Galaxy Note 7 bietet. Diese nochmals zusammengefasst:

  • Die beste Smartphone-Kamera am Markt
  • Tolles Design, exzellente Verarbeitung
  • Großartiges Display
  • USB Typ-C mit USB-3.1-Unterstützung
  • Hohe Speicherkapazität
  • Stylus (S-Pen)
  • Game Tool und viele andere nützliche Ergänzungen zu Android✓
  • Wasserdicht nach IP68-Standard

Teil 1 unseres Testberichts findet ihr hier.

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Reaktionen auf diesen Artikel


sfl, 24.09.2016
Flipboard
Vielleicht sei in dem Artikel anzumerken, dass die deutsch Version des note 7 keine eigene Seite mit Flipboard hat sondern eine eigene Seite mit upday ;)

Antworten

pfm, 26.09.2016
Re: Flipboard
Tut mir leid, bei Samsung heißt es Briefing in der deutschen Version des Galaxy Note 7 und basiert auf Flipboard.

In der Hilfe dazu heißt es wörtlich: "Für Samsung NutzerInnen hat Flipboard Briefing erstellt." Antworten

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