Nexus 4 im Redaktionstest: edles, solides Design - auf die inneren Werte kommt es an [Teil II]

Im ersten Teil des neuen Nexus-Smartphones haben wir uns mit den inneren Werten beschäftigt und mitunter auch mit der eher wünschenswerten Performance des 2.100 mAh Akkus. Die Leistung hängt aber auch direkt mit der Software sowie Oberfläche zusammen und mit dieser beschäftigen wir uns im zweiten Teil.

 

(6.12.2012; 17:30) Im ersten Teil des Testberichtes haben wir uns in erster Linie mit dem Design und den technischen Spezifikationen beschäftigt. In diesem Teil geht es nun über die Software und den damit verbundenen Features.  Hier ist generell zu sagen, dass wir während der gesamten Zeit die wir das Nexus 4 in der Redaktion hatten, kein Update auf Android 4.2.1 erhalten haben, weswegen es nach wie vor noch die bekannten Bugs wie zum Beispiel den fehlenden Dezember im Kalender in der Kontakte-App aufweist.

Das Nexus 4 ist das erste Smartphone das ab Werk mit Android 4.2 ausgeliefert wird. Die Software bringt einige kleine Neuheiten, auf welche wir bereits beim Update für das Nexus 7 näher eingegangen sind. Bislang gibt es für das Smartphone, welches wir zum Testen in der Redaktion haben noch nicht die Version 4.2.1, weswegen in der Kontakte-App nach wie vor im Kalender der Dezember fehlt.

Das Design der Uhren-App wurde ebenfalls verändert und kommt jetzt in einem sehr klaren und puristischen Design. An sich gefällt mir diese klare Struktur, wäre da nicht ein kleinerer Fehler in der Anwendung und in einigen Forenberichten ist zu erkennen, dass ich nicht die einzige mit diesem Problem bin.

Ich neige dazu morgens den Wecker sobald er anfängt meine nächtliche Ruhe zu stören, sofort auszuschalten und weiter zu schlafen und dann natürlich auch zu verschlafen, aber nicht bei diesem hier, denn er lässt sich einfach nicht ausschalten. Erst wenn ich in die Einstellungen gehe und dort die App deaktiviere, hat das unsägliche Krähen ein Ende. Zwar erzielt der Wecker den gewünschten Effekt, dass ich dann hellwach bin, aber dennoch ist es ziemlich mühsam, ihn gar nicht ausschalten zu können. Vor allem dann, wenn man eigentlich nur vergessen hat ihn auszuschalten und eigentlich weiter schlafen könnte.

Erst mit einem kompletten Reset des Gerätes, also alles zurück auf Anfang, konnte der Fehler endlich beseitigt werden. Woran es aber gelegen hat, habe ich bis heute nicht herausfinden können.

Sehr positiv und angenehm sind die geänderten Benachrichtigungen und die Schnellzugriffe. Wie bereits gewohnt, kann man, wenn man von oben nach unten wischt die gängigen Meldungen über neue Emails, kürzlich gemachte Fotos, wiederholt man nun die Wischbewegung noch einmal, bekommt man Zugriff auf Datum, Einstellungen, Status zur WLAN-Verbindung, Akku-Anzeige in Prozent, Flugmodus, Helligkeit und Wecker.

 

Auch die bei vielen anderen Herstellern inkludierte Swype-Tastatur hat seinen Weg auf das Nexus 4 gefunden und man muss sagen, dass Google hier im Vergleich zu der Konkurrenz die Sache besser hinbekommen hat, denn Wörter wie Lautverschiebung oder Rekonvaleszenz sind kein Problem und werden ohne Murren erkannt. Das mit Android 4.2 neue Multi-User-Feature hat seinen Weg nicht auf Smartphones gefunden. Es würde auch ehrlich gestanden kaum einen Sinn machen.

Ebenso störend ist es, dass mir bei Google Now zwar ein Update angekündigt wird, es aber nicht möglich ist, dieses herunterzuladen. Egal, ob ich die Anwendung deaktiviere, mein Konto lösche, oder das gesamte Gerät auf Werkszustand zurücksetze, nichts hat bisher geholfen. Generell berichten einige User, dass es Probleme mit dem Play Store gibt und einige Downloads einfach nicht funktionieren wollen. Nichtsdestotrotz ist Google Now ein supertolles Feature, dass ich nach diesem Test eindeutig nicht mehr missen möchte, denn ein Assistent der auch „Superkalifragilistischexpealigetisch“ erkennt und dazu auch noch die richtigen Ergebnisse liefert (Mary Poppins), hat eindeutig gewonnen.

Mit an Bord ist aufgrund des vorhandenen Near-Field-Communications-Chips Android Beam, wodurch Daten, Weblinks sowie auch Kontakte auf ein anderes NFC-fähiges Gerät miteinander übertragen werden können. Dabei müssen die Devices einfach nur so nahe wie möglich einander gehalten werden. Am besten funktioniert es aber, wenn sich die Rückseiten berühren. Die Funktion muss in den Einstellungen unter Drahtlos und Netzwerke einfach nur aktiviert werden.

An sich bietet das Nexus 4 zudem auch die Option das Gerät kabellos laden zu können. Aufgrund einer mangelnden Station konnten wir dieses Feature aber leider nicht testen. Google wird im Laufe der nächsten Monate angeblich eine entsprechende Station auf den Markt bringen. Wer sich aber nach anderen Alternativen umschaut, sollte darauf achten, dass dieses den Qi-Standard erfüllt.

Fazit

Das Nexus 4 löst kontroverse Gefühle bei mir aus, denn einerseits finde ich die Verarbeitung super gelungen und auch die verbaute Hardware können durchaus überzeugen, aber der Akku reicht einfach nicht aus und, dass das Display über 92 Prozent der Leistung saugt, steht einfach nicht dafür. Andererseits ist aber die Frage wie stark Android 4.2 Einfluss auf den Akku nimmt. User berichten auch beim Nexus 7 einen Leistungsabfall von über einem Drittel, nachdem auf Android 4.2 aktualisiert wurde.

Bedauerlich ist es zudem auch, dass es das Update auf 4.2.1 noch immer nicht für mein Testgerät gibt, denn genau das ist mitunter auch ein Grund für viele User zu einem Nexus-Gerät zu greifen, da die Updates schneller reinkommen als bei anderen Geräten.

Was die Fehler und Kinderkrankheiten des Nexus 4 in Bezug auf die Software betrifft, bin ich sicher, dass Google hier bald ein Update herausbringen wird. Die Bugs werden aber mit Sicherheit in der nächsten Zeit behoben, weswegen das Device mehr als nur zu empfehlen ist.

Nachdem es in Österreich sowie erst in einigen Wochen erhältlich sein wird, kann man nur hoffen, dass es Google bis dahin schafft, die Korrekturen vorzunehmen, weswegen sich die Wartezeit dann doch durchaus gelohnt hätte.

Zum Preis in Österreich hat sich bislang noch nichts getan, aber das wird sich ändern, sobald das Device auch wirklich am freien Markt erhältlich ist und die Händler unter Druck geraten und das Nexus 4 billiger anbieten werden, weswegen es mit Sicherheit nicht wirklich teurer zu haben sein wird als im Play Store.

Hier unser Video zum Nexus 4:

 

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