HTC erlangt Patent zu „Face Unlock“

HTC wurde ein Patent zu einer Technologie genehmigt, mit der ein Smartphone über Gesichtserkennung enstperrt werden kann.

 

(05.04.2012, 13:30) HTC wurde nun das Patent zugesprochen, mit dem die Technologie zu „Face Unlock“ beschrieben wird. Dabei handelt es sich um eine Technik, die es Smartphones und anderen mobilen Geräten ermöglicht, eine Entsperrung vorzunehmen, indem Daten über die Gesichtserkennung eingesetzt werden. Interessant ist dies vor allem deshalb, da das Feature zunächst für Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich vorgesehen wurde und nun aber HTC das Rennen um die Rechte an der Technologie machen konnte.

„Face Unlock“ ist für einige wenige Geräte, die mit Android 4.0 ausgestattet sind, bereits verfügbar. Dazu gehören das Samsung Galaxy S und das Samsung Galaxy W. Wenn nun aber HTC die Rechte zu der neuen Technik erhält, befindet sich Android in einer fragwürdige Position. HTC wird aller Vorraussicht keine Patentsklage gegen Google einreichen. Nicht ganz so klar ist die Situation aber im Fall von direkten Wettbewerbern wie dem Hersteller Samsung.

HTC könnte die neu erworbenen Rechte also durchaus einsetzen, um andere Hersteller von dem Einsatz der Technologie abzuhalten, was bedeuten würde, dass das Feature „Face Unlock“ tatsächlich nur exklusiv für HTC-Geräte zur Verfügung stehen könnte.

Das Patent beschreibt eine Methode zur Entsperrung von Geräten – also von Smartphones und Tablets – mittels biometrischer Informationen. Diese Information besteht entweder in Form eines Fotos vom Gesicht des Nutzers oder in Form eines Fingerabdrucks. Die Technologie spielte in jüngster Zeit in der Welt der mobilen Geräte kaum eine Rolle. Lediglich das Motorola Atrix stellte ein Feature zur Verfügung, mit dem das Smartphone mittels Fingerabdruck entsperrt werden konnte. Nun sieht es aber ganz danach aus, als wolle HTC diese Technik in der mobilen Welt zum Standard machen.

HTCs „Face Unlock“-Feature unterscheidet sich kaum von jenem, das für Andorid Ice Cream Sandwich eingesetzt wird – mit einer Ausnahme: Wenn das Gesicht eines Anwenders nicht erkannt wird, muss man ein Passwort eingeben. Dies ist auch bei der Android-Version der Fall. Wenn man aber bei HTC-Geräten in Zukunft das richtige Passwort eingibt, werden die Daten des „neuen“ Gesichts gescannt und dieses einer Liste von „genehmigten Gesichtern“ zugefügt. Versucht der neue Nutzer das nächste Mal, das Gerät mit der Face-Unlock-Funktion zu entsperren, funktioniert es.

HTC hat das Patent zu der Technologie bereits 2008 und somit lange bevor Andorid das Feature auf den Markt brachte, eingereicht. Man muss sich daher die Frage stellen, ob HTCs Idee die Vorlage für Androids Face Unlock-Funktion gewesen ist.

Telekom Presse Dr. Peter F. Mayer KG
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