Google attackiert Microsoft als Patenttroll

Googles Chairman Eric Schmidt versicherte Erzeuger von Geräten mit Android der Unterstützung von Google. Er attackierte Microsoft scharf, weil sie mit Android nichts zu tun haben.

 

(9.11.2011, 16:55) Bei einem Besuch in Taiwan attackierte Googles Chairman Eric Schmidt die Praktiken von Microsoft scharf. „Wir stimmen mit Microsoft nicht überein, dass jeder eine Lizenzgebühr an Microsoft zu zahlen hat, für Produkte mit denen Microsoft nichts zu tun hat. Ich möchte betonen, dass Google diese Produkte entwickelt hat und nicht Microsoft. Wir sagen unseren Partnern, dass wir sie unterstützen werden. Das berichtet Taiwan News.

Schmidt verweist darauf, das Google etwa HTC in der Auseinandersetzung mit Apple durch die Abtretung von Patenten unterstützt habe. Google will auch künftig alle Informationen und Dokumente verfügbar machen, die die Partner brauchen um sich gegen ungerechtfertigte Angriffe von Microsoft und Apple adäquat zur Wehr setzen zu können.

Offenbar gab es bisher zu wenig oder gar keine Unterstützung für die Beklagten seitens Google, die deshalb mit Microsoft Lizenzzahlung vereinbaren mussten. Um seine Schlagkraft zu verstärken und sein Patentportfolio auszuweiten hat Google im Sommer einen Kaufvertrag mit Motorola geschlossen.

Gegen die Äußerungen von Eric Schmidt hat Microsoft bereits seine Lobbying Maschine angeworfen. So twittert etwa Florian Müller bereits heftig gegen die Äußerungen Schmidts.

Bei all diesen Auseinandersetzungen geht es fast ausschließlich um Softwarepatente, die in Europa ungesetzlich sind und auch in den USA nach Ansicht vieler Experten massiv missbraucht werden.

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