Erstes Hands on mit BlackBerry 10 auf dem Z10
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Erstes Hands on mit BlackBerry 10 auf dem Z10

 
 

Das BlackBerry Z10 ist ein voll cooles Smartphone. Die Bedienung ist einfacher als bei allen anderen, obwohl die Funktionalität weit mächtiger ist. RIM wird damit wieder Marktanteile gewinnen.

 

(09.01.2013, 14:30) Das neue Betriebssystem von RIM, BlackBerry 10, sowie zwei neue Smartphones, das Z10 Full Touch und der Hybride X10 mit Hardware Tastatur plus Touchscreen, werden am 30. Jänner simultan in sechs Städten präsentiert. Ich hatte Gelegenheit mir die letzte Betaversion von BlackBerry 10 auf dem Z10 eine Stunde lang anzusehen.

Gleich eines vorweg: Die neue Software ist das fortschrittlichste mobile Betriebssystem am Markt. Es ist mächtiger, einfacher, intuitiver und man kann es wesentlich flüssiger bedienen als alles andere, was derzeit am Markt verfügbar ist.

Die Performance ist noch dazu ausgezeichnet und ich habe nicht einmal ein Ruckeln oder irgendeine Art der Verzögerung bemerkt. Dabei hatte das Testgerät nur 1 GB RAM statt wie in der endgültigen Version vorgesehen 2 GB.

Als erstes fällt auf, wenn man das Z10 in die Hand nimmt, dass es keine Tasten mehr gibt - weder in Hardware noch als Softkey. Die gesamte Bedienung erfolgt durch einige wenige einfache Gesten. Dadurch kommt man jeweils mit mindestens einer Aktion weniger aus, als bei anderen Systemen.

Die Bedienung durch Gesten

Bei gesperrtem Handy über den unteren Rand nach oben streichen, öffnet das, wo man zuletzt war. Streicht man dagegen in einer App nach oben, so wird diese auf eine Karte von einem Viertel der Screengröße verkleinert (Bild rechts). Bis zu vier Apps können aktiv sein und zeigen aktuelle Inhalte in der Karte - Beispiele: Facebook, Twitter, Mail, SMS. Ein Tipp auf eine der Karten öffnet die entsprechende App.

Streicht man nach rechts weiter, kommt man in die App Lade und kann von dort neue Apps öffnen. Unterbricht man jedoch die Bewegung und streicht dann nochmals nach rechts wird der Hub angezeigt, in dem alle Benachrichtigungen zu finden sind, die man dort haben will. Als Beispiel wieder SMS, Mails, Twitter, Facebook, die Telekom Presse App,  Games oder andere Apps. Tippt man etwas länger auf eine Nachricht, so wird die zugehörige App geöffnet, tippt man sie nur kurz an, erhält man am rechten Rand Symbole für mögliche Aktionen zu dieser Nachricht, wie etwa Teilen oder Löschen.

Streicht man im Hub von links nach rechts, so geht links eine Leiste auf, die alle Apps anzeigt, die Benachrichtigungen in den Hub liefern können - zu sehen im Bild oben. Tipp auf eine davon und man sieht im Hub nur mehr die Nachrichten dieser einen App. Das erlaubt eine extrem rasche Navigation im eigenen Nachrichtenfluss. Innerhalb einer App wie etwa dem Browser öffnet eine andere kurze Geste am linken Rand eine kurze Vorschau über die Zahl der ungelesenen Nachrichten pro App, die sich im Hub angesammelt haben.

Streicht man über den oberen Rand nach unten erhält man direkten Zugriff auf die wichtigsten Einstellungen wie Wlan, Helligkeit, Drehung und ähnliches, sowie einen Zugang zum kompletten Einstellungsmenü.

In jeder App kann es natürlich je nach Aufgabe und Inhalten noch weitere Einstellungen geben, die aber allesamt leicht zugänglich sind. So kann es etwa eine Suchtaste geben, in der man aber nach der Eingabe eines Suchbegriffes noch auswählen kann, ob man in einer bestimmten App, z.B. Mail, in Google oder Bing suchen will.

Das war's dann aber auch schon. Nach spätestens einer Stunde ist man in BlackBerry 10 rascher und sicherer unterwegs als mit jedem anderen mobilen Betriebssystem.

Trennung von Privat und Beruf

BlackBerry hatte früher den Ruf nur etwas für Firmenkunden zu sein. Dem ist nicht mehr so. Nutzt man es nur privat ist man damit bestens bedient. Eine BlackBerry Id kreieren und schon werden Einstellungen, Wlan Passworte, gekaufte Apps und ähnliches gesichert und gespeichert und das Smartphone bei Bedarf wiederhergestellt.

Aber für Firmen gibt es die Möglichkeiten der dedizierten Einstellung und Sicherheitsmaßnahmen wie eh und je. Und - man kann nun auch zwischen privat und geschäftlich streng trennen. Streicht man in der App Lade in der Mitte nach unten geht am oberen Rand eine Auswahl zwischen privat und geschäftlich auf. Wähle ich geschäftlich, wird ein Passwort verlangt. Dann habe ich nur mehr das was ich für meinen Beruf brauche.

Die IT Abteilung kann einstellen was ich jeweils machen kann. Beim Browser oder in der CRM App habe ich dann andere Möglichkeiten des Sharing als im privaten Bereich. Der Browser kann etwa auch den Zugriff auf das Intranet der Firma ermöglichen - aber Sharing auf Facebook ist dann gesperrt und nicht möglich. Selbst per Paste & Copy kann man aus dem beruflichen Bereich nichts in den privaten Übertragen.

Die Apps

Bis zum Release Datum werden 70.000 Apps in der BlackBerry World vorhanden sein, darunter die der Telekom Presse. Im Moment kommen etwa 1000 pro Tag dazu. Ich habe mir einige davon angesehen.

Der Browser ist extrem schnell und ermöglicht raschen Wechsel zwischen den Tabs. Die Karten App ist State oft he Art, aber weder von Google noch von Nokia/Navteq. Facebook und Twitter entsprechen in etwa dem was wir von anderen Betriebssystemen kennen.

Mail war schon immer eine Stärke von BlackbBerry. Die Tastatur, die man für verschiedene Apps zur Verfügung hat, gehört zu den Besten, wenn es nicht sogar die beste ist. Vor allem die Wortvorhersage ist genial, allerdings braucht man scharfe Augen, denn die Vorschläge werden zwischen den Zeilen der Tastatur mit recht kleiner Schrift eingeblendet. Und zwar jeweils beim Anfangsbuchstaben, also etwa Wort bei 'W'. Über dieses nach oben streichen bringt das Wort in den Text.

Ziemlich einmalig ist, dass man mehrere Sprachen gleichzeitig aktiv haben kann. Ich kann also etwa abwechselnd Deutsch und Englisch schreiben und erhalte jeweils die passenden Wortvorschläge ohne die Tastatur wechseln zu müssen.

Etwas mager ist die Kamera App ausgestattet, die nur Einstellungen für Auto, Aktion, Whiteboard (zum Abfotografieren von Texten mit weißem Hintergrund), Nacht und Schnee kennt. Es gibt auch einige nicht sehr weit entwickelte Bearbeitungsmöglichkeiten für Fotos. Die Galerie erfüllt ihren Zweck ohne besonderen Firlefanz.

Ein eigenes Game Center ermöglicht das Spielen auch gegen andere Gamer, wobei man eben Nachrichten von Scores auch im Hub empfangen kann.

Die Hardware

Das Z10 ist recht handlich mit seinem 4,2 Zoll Display mit HD Auflösung von 1280 x 720 Pixel. Es wird von einem Dual Core 1,5 GHz OMAP 4470 Prozessor angetrieben. Der Speicher ist 2 GB RAM und 16 GB für den User, wobei das Betriebssystem nur 0,6 GB belegen soll. Der Speicher kann mittels microSD aufgerüstet werden. Der wechselbare Akku ist für den Dual Core Prozessor mit 2100 mAh recht kräftig ausgelegt.

Die Kamera ist mit 8 MPx so ziemlich Standard.

Das X10 hat dagegen die Hardware Tastatur für echte Vielschreiber. Sein Touchdisplay ist exakt gleich groß wie am Z10 mit offener Soft-Tastatur.

Weitere Geräte sollen im Laufe des Jahres erscheinen. Ich nehme an, es wird sich darunter auch dem Trend folgend eines mit 5 Zoll 1080p Display befinden.

Verfügbarkeit

Derzeit können die BlackBerrys bei rund 20 Mobilfunkern weltweit schon vorbestellt werden und es kommen laufend neue dazu. Vodafone UK hat etwa angekündigt mit der Lieferung unmittelbar nach der Vorstellung am 30. Jänner zu beginnen, wobei unmittelbar wohl einige Tage danach, also etwa am Beginn der auf den 30. folgenden Woche sein wird.

Genaue Verfügbarkeitsdaten gibt es noch nicht, es ist aber wohl anzunehmen, dass die neuen BlackBerrys im Laufe des Februar auch bei uns auf den Markt kommen werden, wobei ich eher davon ausgehe, dass es gegen Ende des Monats der Fall sein wird.

Fazit

Zwei Dinge finde ich hervorstechend beim BlackBerry 10. Das erste ist die wesentlich erleichterte und flüssigere Bedienung als bei allen anderen Betriebssystemen. Das zweite ist die wirklich gelungene Integration aller für mich wichtigen Nachrichten an eine Stelle im Hub, der wohl der Ausgangs- und Endpunkt für die meisten Aktionen am BlackBerry sein wird.

BlackBerry hat nun schon seit einiger Zeit ein verstaubtes Image - das Z10 ist das exakte Gegenteil. Es ist wirklich cool, das geilste Smartphone, das ich bisher in der Hand hatte. RIM wird damit wieder Marktanteile gewinnen, das steht für mich außer Frage und es werden sicher im Laufe des Jahres User vom iPhone oder Androiden zu BlackBerry wechseln.

Ein ausführlicher Test mit Bildern und Videos findet sich hier.

In dem Video von RIM ist einiges von der Funktionalität zu sehen.

 

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