Blackberry Storm 9500

Auch Blackberry meint, ein Touchphone auf den Markt bringen zu müssen.

(Wien, 10.3.2009) Zugegeben, das iPhone hat einen Hype ausgelöst. Bei einem Hype muss jeder dabei sein. Auch Blackberry will am Hype mitnaschen und bringt mit dem Storm ein Gerät mit Touchscreen - für alle, die bei jedem Hype dabei sein müssen.

 

Funktionell entspricht das Storm in etwa dem Bold abgesehen von der mit 3,2 Megapixel besser ausgestatteten Kamera. Beim Touchscreen haben sich die Techniker von RIM etwas besonderes einfallen lassen: Feedback. Sprich, man muss das Display niederdrücken um eine Funktion auszulösen oder um ein Zeichen einzugeben. Haptisch vermittelt das jedesmal den Eindruck, das Gerät würde auseinanderfallen. In der dritten Variation wird der Hype nur mehr peinlich.

 

Schlechte Bedienbarkeit

Für das Aufrufen von Funktionen ist ein Touchscreen jedenfalls sehr praktisch, zum Schreiben von Mails aber einer Tastatur glatt unterlegen. Der Blackberry ist als E-Mail-Maschine angetreten - mit einem wackelnden Touscreen ist das Schreiben von Mails aber so mühsam wie sonst kaum etwas. Durch das zwangsweise Niederdrücken des Displays ist aber auch das Aufrufen von Funktionen unbequemer als mit einem normalen Touchscreen.

 

Einzig bei mobilen Industrieapplikationen, bei denen über Drop-Down-Menüs nur vorgegebene Werte ausgewählt werden dürfen, mag der Storm Vorteile bieten, ist doch das Display wesentlich größer und kann daher mit den Fingern einfacher bedient werden.

 

Auch bei der Navigation mit Blackberry Maps bietet das größere Display mit 3,2 Zoll und 360 x 480 Pixel Auflösung Vorteile.

 

Verbindungen

Auch bei der Connectivity bleibt das Storm hinter dem Bold zurück. Das Storm kann GPRS/EDGE/UMTS und HSPA nur bis 1,8 Mbit/s (im Vergleich Blackberry Bold bis 3,6 Mbit/s). Wlan wird erstaunlicherweise nicht unterstützt. Für die Synchronisierung mit dem PC steht 12 Mbit/s schnelles USB oder Bluetooth zur Verfügung. Die Sprechzeit mit GSM ist mit sechs Stunden recht beachtlich.

 

Fazit

Für alle, die Hype-bewusst durchs Leben gehen und sich an allem und jedem orientieren was gerade In ist, ist der Storm sicherlich die richtige Wahl. Dass auch RIM keine hohen Erwartungen in das Gerät setzt, lässt sich daran ablesen, dass das Gerät ausschließlich über Vodafone - in Österreich also über die Mobilkom - vertrieben wird.

 

Hier geht es zum Hersteller

 

Preis: je nach Tarifoptionen zwischen 49 und 299 Euro.

 

+ absolut Business tauglich

+ GPS-Funktion

+ großes Display

- schlechte Bedienbarkeit

 

 

Bewertung:

Bedienung: *

Design: ****

Funktionalität: **** (von je fünf möglichen Punkten)

 

Technische Details:

Maße:     112 mm 62 mm 14 mm

Gewicht: 157 g

Betriebssystem: Java

Datendienste: GPRS EDGE UMTS HSDPA

GSM-Bänder: 900/1800 MHz

max. Bereitschaftszeit (GSM/UMTS): 360 / 360 Stunden

max. Sprechzeit (GSM/UMTS): 6 / k.A. Stunden

Display-Auflösung: 360 480 Pixel (3,2 Zoll)

Displayfarbtiefe: 16 Bit (65536 Farben)

kapazitiver Touchscreen

Sprachwahl

USB: Fullspeed (12 MBit/s)

Bluetooth Version: 2.0+EDR

max. Geschwindigkeit Datendienste (Empfangen/Senden):

GPRS - 53.6 KBit/s/ 26.8 KBit/s

EDGE - 236.8 KBit/s/ 118.4 KBit/s

UMTS - 384 KBit/s/ 384 KBit/s

HSPA - 1.8 MBit/s/ nein

kein WLAN

GPS: mit BlackBerry Maps

interner Speicher: 1024 MByte (+ 128 MByte RAM)

MMS - max. 300 KByte

E-Mail-Client POP3/IMAP4

Kameraauflösung 2048 1536 Pixel (Video: 320 x 240 Pixel), Autofokus, Fotoleuchte

 

Mediaplayer (MP3, AAC, M4A, WMA, MIDI, 3GP, H.263, MPEG-4, H.264, WMV)

WAP-Version 2.0

HTML-Browser

Java-Version MIDP2.0

SyncML OTA

Sonstiges: Touchscreen mit fühlbarem Feedback, Lagegeber für Auto-Rotation. Die E-Mail-Dienste POP3 und IMAP sind nur über den Blackberry Internet Service möglich.

 

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