Amazon Fire in ersten Kritiken – das Gegenteil von gut gemacht

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Der Verkauf des Amazon-Smartphones startet noch diesen Donnerstag und bereits jetzt gibt es erste Testberichte aus den USA, wo das Device vorerst nur erhältlich sein wird. Während normalerweise die Meinungen immer ein wenig auseinandergehen, scheint man sich in Bezug auf das Amazon Fire ziemlich einig zu sein.

(23.07.2014; 14:00) Ein altes Sprichwort fällt hier als Conclusio sofort ein: „Das Gegenteil von gut gemacht, ist gut gemeint“. Zwar kann das Device bezüglich seiner Hardware-Ausstattung überzeugen, aber wirklich etwas Aufregendes hat es nicht zu bieten und ähnlich langweilig geht es auch in Bezug auf das Design weiter. Vor allem die an der Front angebrachten Kameras, vier an der Zahl, hätte man dezenter unterbringen können.

Und auch bei der Software gibt es mehr Kritik als Lob, denn so erfüllen die für die dynamische Perspektive verbauten Kameras nicht immer ihren Zweck. Kontextmenüs lassen sich nur durch Schwenken des Devices oder durch Bewegen des Kopfes öffnen und nachdem dies nicht zu 100 Prozent funktioniert ist es mehr Aufwand als würde man einfach den Finger dafür nehmen. Bei Spielen hingegen macht die 3D-Ansicht für die Tester durchaus Sinn, aber ein nicht konsequent durchwegs funktionierendes Feature kann dadurch nicht aufgewertet werden. Hinzu kommt, dass das automatische Scrollen, wieder unter Verwendung der Frontkameras, zwar im Browser umgesetzt wurde, aber nicht in der hauseigenen Kindle-App und wo, wenn nicht in der Bücher-App hätte sie am meisten Sinn gemacht.

Amazon Fire Dynamic Perspective

Firefly, ist ein weiterer Punkt, wodurch sich Amazon von der Konkurrenz unterscheiden wollte. Die App ist im Ansatz durchaus praktisch, aber steckt nicht in den Kinderschuhen, sondern wohl eher in einem Embryonalzustand. Die Artikel werden nur selten richtig erkannt. Ausnahmen gibt es, wenn das Buchcover beziehungsweise das gewünschte Produkt wirklich groß genug ist, aber in vielen Fällen werden nicht einmal Amazon-Artikel erkannt und wenn, dann ist Firefly haarscharf daneben und landet keine Punktlandung.

Zwar handelt es sich bei der verwendeten Software um Android, aber gemäß den Kindle-Tablets hat Amazon hier ordentlich geschraubt und das Google OS in den Hintergrund gedrängt. Das klare und übersichtliche UI wird verdrängt durch zahlreiche und redundante Apps. Laut den Kollegen von The Verge scheint es beinahe so als wäre der Homescreen zum App Store mutiert. Eine Notiz-App reicht allemal, dafür müssen nicht fünf sich leicht voneinander unterscheidende Anwendungen installiert sein.

Alles in allem bietet das Amazon Fire keine herausragenden äußerlichen Merkmale und auch Software-seitig hapert es noch gewaltig. Ob sich das in Zukunft ändern wird, bleibt abzuwarten, aber im Moment ist sowieso unklar wann und ob das Device auch hierzulande erhältlich sein wird. Den ersten Kritiken aus den USA zufolge verpasst man aber beim Amazon-Smartphone nicht allzu viel.

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Quelle The Verge

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