Analyst erläutert warum ein 5,8 Zoll iPhone 8 so groß ist wie das 4,7 Zoll iPhone 7

iPhone 8 mit Display auf der ganzen Vorderseite iPhone 8 mit Display auf der ganzen Vorderseite
Die Seitenverhältnisse der Displays von Top Smartphones werden sich im Jahr 2017 von den Standards entfernen. Auch das iPhone 8 wird nicht mehr das klassische Seitenverhältnis von 16:9 haben.

(16.02.2017, 09:30) Im heurigen Modelljahr werden wir bei den neuen Smartphones einiges an Veränderung bei den Displays zu sehen bekommen. Und da die Displaygröße in der Regel mit der Länge der Diagonale in Zoll angegeben wird, entsteht im Moment heillose Verwirrung auch in den meisten Medien. Der Apple Analyst Ming-chi Kuo von KGI liefert zum Display-Layout des iPhone 8 Aufklärung.

Vergleichbar sind die Maße nämlich nur dann, wenn ein fixes Seitenverhältnis vorausgesetzt wird. Für die Diagonale gilt der Pythagoras, nämlich das Quadrat der Diagonale ist gleich der Summe der Quadrate der Seiten. Wenn die Seiten immer das Verhältnis 16:9 haben, dann sind die Diagonalen vergleichbar.

Was aber im Jahr 2017 passiert ist, dass die Hersteller das Seitenverhältnis verändern. Apple will den 5,8 Zoll Screen über alle vier Ränder des Smartphones ziehen und verändert dadurch das Seitenverhältnis erheblich. Das gesamte Display soll eine Auflösung von 2.800 x 1.242 Pixel haben. Das entspricht einem Seitenverhältnis von 20,29:9, statt dem wie beim iPhone 7 üblichen 16:9.

Aber dennoch wird das iPhone 8 nicht größer werden als das iPhone 7 mit seinen 4,7 Zoll Display. Der Screen teilt sich nämlich in einen "Funktionsbereich", der den Home Button enthält und wahrscheinlich auch noch anderes, sowie das eigentliche Display mit 5,15 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 2.436 x 1.125 Pixel, also einem Seitenverhältnis von 19,49:9 oder 2,17:1. Das ist auch nicht 16:9 wie beim iPhone 7 und 7 Plus und damit auch nicht der QuadHD Standard.

Die Grafik beschreibt die Größenverhältnisse:

iPhone 8 Display Layout

Gut zu sehen auch, dass die Ränder verschwinden. Auch noch interessant, dass die Breite des gesamten Displays inklusive der gebogenen Ränder 1.242 Pixel beträgt, für Apps aber nur 1.125 Pixel nutzbar sein werden. Aus der Erfahrung mit den Samsung edge Modellen kann ich bestätigen, dass die gebogenen Teilen des Displays schlecht nutzbar sind.

Mit dem geeänderten Seitenverhältnis gibt es auch Adaptierungsbedarf für Apps, die auf den 16:9 Standard ausgelegt sind. Apple hat allerdings nie davor zurückgescheut Standards zu ignorieren. Es bleibt aber doch abzuwarten, ob man in diesem Fall davon abweichen wird und dann auch über 1000 Dollar für das Gerät verlangen möchte.

Samsung hat beim Galaxy S8 übrigens ähnliches vor. Die beiden neuen Modelle werden in etwa gleich groß sein wie die S7 Geräte, aber wesentlich größere Diagonalen mit 5,8 und 6,2 Zoll erhalten.

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Quelle

Telekom Presse Dr. Peter F. Mayer KG
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