Ex-Diktator verklagt Call-of-Duty-Macher auf Schadenersatz

Ex-Diktator Noriega will Activision verklagen Ex-Diktator Noriega will Activision verklagen
Panamas ehemaliger Diktator ist ganz offenbar nicht erfreut über das Auftauchen seiner Person im Ego-Shooter Call of Duty. Publisher Activision soll nun Schadenersatz leisten, wenn es nach ihm geht.

(17.07.2014, 08:35) Dass hier und da real existierende Personen, ganz direkt oder in Anspielung auf sie, in ein Videospiel eingebaut werden, ist nichts Neues und dem Bekanntheitsgrad eines Spiels sicherlich auch zuträglich.

Einer der auf diese Weise zweifelhaft Geehrten ist Panamas Ex-Diktator Manuel Noriega, dessen Gesicht im Ego-Shooter Call of Duty auftaucht, genauer gesagt in Black Ops 2.

Wie nun bekannt wurde, hat er diese Woche eine Klage auf Schadenersatz gegen das Entwicklerstudio Activision eingereicht. Er wirft den Entwicklern Missbrauch und "rechtswidrige Ausbeutung" seiner Person zum Zweck der Umsatzsteigerung vor. Sein Konterfei sei ohne seine Erlaubnis verwendet worden.

Der 80ig-Jährige erwartet sich davon eine höhere Schadenersatz-Summe. Immerhin war Black Ops 2 wirklich von Erfolg gekrönt: das Spiel, das Ende 2012 veröffentlicht wurde, konnte innerhalb der ersten zwei Wochen über eine Milliarde Dollar einspielen. Ob das etwas mit der Präsenz von Noriega im Spiel zu tun hat darf aber bezweifelt werden.

Ob der Ex-Diktator mit seiner Klage eine Chance hat, ist sehr fraglich. Zunächst ist er kein US-Staatsbürger und auch nicht auf freiem Fuß. Noriega war bis Ende der Achtziger in Panama an der Macht und, derzeit sitzt er eine Strafe wegen mehrfacher schwerer Vergehen ab. Außerdem ist er somit eine Person des öffentlichen Lebens und als solche muss er damit rechnen, dass sein Gesicht auf Bildschirmen zu sehen ist.

Call-of-Cuty-Publisher Activision hat zu der Sache noch kein Statement abgegeben, die Sorge um mögliche zu leistende Zahlungen dürften aber in Anbetracht der Sachlage auch gering sein.

Ähnliche Empörung über ihr vermeintliches Erscheinen in einem Videospiel hat Schauspielerin Lindsay Lohan vor einigen Wochen kund getan. Sie wirft den Machern des Spiels Grand Theft Auto V vor, einen Nebencharakter des Spiels auf Basis ihrer Person gestaltet zu haben, und zwar ohne ihre Erlaubnis. Daher hat sie gegen Software-Entwickler Take-Two Interactive Software und seine Tochterfirma Rockstar Games Klage eingereicht.

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Quelle: via Engadget

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