So funktioniert Kim Dotcoms Megaupload Nachfolger Mega
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So funktioniert Kim Dotcoms Megaupload Nachfolger Mega

 
 

Dank hochwertiger lokaler Verschlüsselung kann Mega gar nicht wissen, was seine User hochladen. Damit sollten beide Seiten vor Verfolgung sicher sein. Kein Wunder, dass es bereits nach einem Tag über 1 Million registrierte Nutzer gab. Und ebenso wenig verwunderlich, dass die Werkzeuge der Content Industrie wieder auf dem Kriegspfad sind.

 

(21.01.2013, 17:10) Seit  19. Jänner, dem Jahrestag des Raids der US Behörden gegen Megaupload, ist der neue File Sharing Dienst online. Und er war von der ersten Sekunde an ein Mega-Erfolg. Die Webseite mega.co.nz war gleich zu Beginn so überlaufen, dass man gar nicht mehr auf die Seite konnte.

Schon nach einigen Stunden meldete Kim Dotcom per Tweet, dass sich 250.000 neue User registriert haben und die Server unter der riesigen Last ächzen. Dabei waren weder die Internetzugänge noch die Serverkapazitäten schwach dimensioniert, erwartet Dotcom doch immerhin rund 5% des gesamten Internet Verkehrs in sein Service ziehen zu können. Und nach 24 Stunden war die Zahl bereits auf über 1 Million registrierte User gestiegen.

Auch heute noch sind die Systeme offensichtlich überlastet, denn beim Versuch eines Uploads kommt man kaum über ein paar Kbit/sec hinaus.

Das Modell von Mega ist sehr interessant und ausgeklügelt um die Verantwortung über die hochgeladene Inhalte nicht übernehmen zu müssen und hat auch schon die Content Industrie wieder auf den Plan gerufen.

Geht man auf die Mega Seite sieht man als erstes die Aufforderung zum Upload von Daten für die man 50 GB freien Speicher erhält.

Zieht man eine Datei oder einen Ordner auf das Feld, so erhält man zunächst die AGBs, denen man zustimmen muss.

Hat man mal Dateien hochgeladen, kann man mit einem einfachen Rechtsklick einen Link generieren, den man an Freunde versenden kann. Man ist dann bereits im Datei Manager. Apps für Android und iOS sollen demnächst kommen.

Der Witz daran ist, dass die AGBs von Mega besagen, dass niemand den Inhalt einer Datei sehen kann, selbst Mega nicht. Denn man erhält als erstes einen Schlüssel, der die Verschlüsselung der Dateien lokal am eigenen Computer oder mobilen Device vornimmt. Und dieser Schlüssel scheint ein ziemlich heftiger zu sein, wie die Message besagt, die man nach dem Registrieren erhält.

Die AGBs sagen zwar, dass Mega mit der Justiz kooperieren würde, falls entsprechende Aufforderungen vorliegen, aber alles was Mega hat, sind verschlüsselte Daten.

Dass so ein Konzept der Content Industrie missfällt, liegt auf der Hand. Eine Anti-Piraterie Gruppe namens StopFileLockers (SFL) hat gerade angekündigt Mega dort anzugreifen, wo es am meisten weh tut, nämlich beim Geld. Mega verkauft seine Services nicht selbst, sondern über Wiederverkäufer. Paypal oder andere Finanzdienstleister würden mit Mega nicht zusammenarbeiten, deshalb der Verkauf über Dritte. Partner von Mega sind etwa EuroDNS, EuropeRegistry, Hosting.co.uk und eine Reihe anderer.

SFL lobbyiert nun gegen diese Reseller bei Paypal und anderen Finanzdienstleistern, damit diese keine Zahlungen für die Partner von Mega entgegennehmen.

Es gibt drei Mitgliedschaften: 500 GB Speicher mit 1 TB Bandbreite um 9,99 pro Monat, 2 TB Speicher und 4 TB Bandbreite um 19,99 pro Monat und 4 TB Speicher mit 8 TB Bandbreite um 29,99 pro Monat. Darauf fußt zunächst das Business Modell von Mega. Weitere Services sollen im Laufe der Zeit dazukommen. Ein Movie Portal hat Kim Dotcom schon angeteasert.

Wer sich übrigens die Präsentation vom 19. Jänner nochmals ansehen möchte - hier ist das Video davon:

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