Semantic Web als Technologie der Zukunft
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Semantic Web als Technologie der Zukunft

 
 

Befinden wir uns mit dem Semantic Web und dem Future Internet im Aufbruch zu einer neuen Ära? Die Debatte um Forschungsetappen und –ziele im semantischen Bereich ist hochaktuell. Die Anwendbarkeit der Applikationen wird begierig erwartet.

(Wien, 2.4.2009) Semantisches Web, auch Web 3.0 genannt, Future Internet, Internet der Dinge und Internet der Services sind Begriffe, die in der Informationstechnologie einen festen Platz haben. Sie stellen definitiv einen Bestandteil des Internets der Zukunft, wenn nicht überhaupt unsere Zukunft, dar. Als allumfassende Internet-Struktur lässt die Technologie zwar auf sich warten, aber so ist das eben mit lange angekündigten Revoluzzern. Das Semantische Web macht dabei die Bedeutung von Informationen und Daten für Computer verständlich. Internet-Informationen werden von Maschinen interpretiert und weiterverarbeitet. Daten zu Personen, Orten und Dingen werden miteinander in Beziehung gebracht und in bisher nicht verknüpfte Zusammenhänge gebracht.

 

Killer-Applikationen

Nicht nach bestimmten Details auf der Suche sein, und doch auf relevante Informationen stoßen – das geschieht mit Hilfe des Semantischen Webs. "Intelligente" Reise- und Einkaufsbegleiter sollen so den Alltag revolutionieren. Doch sind dazu die berühmten "Killer-Applikationen", nach denen jeder auf der Suche ist, notwendig. "Diese Killer-Applikationen sind allerdings noch im Entwicklungsstadium. Das Web 2.0 steht aber an der Schwelle in ein neues Zeitalter", erklärte Alexander Wahler, CEO von Semantic Technology Institute (STI International), einem wissenschaftlichen Verein im Bereich der Semantischen Technologie, bei einem Informationsevent im vergangenen April. Gibt es heute – ein Jahr später – verheißungsvolle Resultate?

 

Jim Hendler auf der ESWC2009

Bei der zum sechsten Mal stattfindenden internationalen European Semantic Web Conference stehen von 31. Mai bis 4. Juni 2009 wieder Inhalte im Feld des Semantischen Webs im Mittelpunkt. Etliche Workshops und Präsentationen werden im griechischen Heraklion organisiert. Mit dabei ist heuer Jim Hendler, der Highlight-Gaststar. Er gibt auf der Internet-Konferenz einen Vortrag zu Tim Berner Lees "Semantic Web Layer Cake", einem der meist genutzten Gebilde in diesem Feld. Dabei bezieht Hendler Stellung zu den zahlreichen Entwicklungsschichten, die die Struktureinheiten der Semantischen Web-Technologie bereits hinter sich und voraussichtlich noch vor sich haben.

 

OCG Forum Semantic Systems

Um die bisherigen Errungenschaften im Feld der Semantischen Technologie zu beleuchten, wurde das Forum Semantic Systems 2009 initiiert. Das vorrangige Ziel des Events ist es Forscher, Industrie und Entscheidungsträger zusammen zu bringen, den Ist-Zustand im Umfeld von semantischen Technologien zu analysieren und die Rolle, welche diese Technologien in den letzten Jahren gespielt haben, im globalen Zusammenhang der Informationstechnologie zu reflektieren und zu diskutieren. Zudem wird auf der Veranstaltung Wert darauf gelegt, die Notwendigkeit von nützlichen Instrumenten aufzuzeigen, um den Einfluss von semantischen Technologien im zukünftigen Internet zu realisieren und die österreichische Forschung und Entwicklung auf europäischem und internationalem Level zu positionieren.

 

STI International organisierte in Kooperation mit STI Innsbruck und der OCG das Forum als Ganztags-Veranstaltung mit zahlreichen Seminaren, Gastvorträgen von nationalen und internationalen Experten, Podiumsdiskussionen und Poster-Präsentationen. Die Teilnehmerzahl belief sich auf rund 80 Personen. Es fand am 4. März 2009 in den Wiener Räumlichkeiten der Österreichischen Computergesellschaft statt.

 

Status Quo

Wie sieht es mit den Fortschritten der neuen Technologie hinsichtlich Einsatzfähigkeit und Anwendbarkeit aus? Haben sich mittlerweile "Killer-Applikationen" herauskristallisiert? John Domingue, Präsident von STI International und stellvertretender Direktor des Knowledge Media Institute (KMI) auf der britischen Open University, gibt einen Einblick in das "Handbook of Semantic Web Technologies", das voraussichtlich im Mai 2010 erscheint: "Nach jahrelanger Arbeit in Theorie und Forschung erreichen wir nun die Anwendungs-Praxis, die in Bereichen wie Bio-Informatik, E-Commerce, E-Government und Social Networks ihre Arme ausbreitet. Applikationen wie Semantic Web Services, automatische Kataloge, Blogs, Wikis oder Social Network Plattformen nehmen kontinuierlich zu. Wir haben die Notwendigkeit, Informationen im Web mit Metadaten miteinander zu verknüpfen erkannt, was quasi das Fundament schafft, um einen möglichst großen Nutzen aus dem Internet zu ziehen." Dieter Fensel, Professor an der Universität Innsbruck und einer der Pioniere im Semantischen Forschungsbereich, meinte hierzu: "Wer mit dem Semantischen Web Milliardär werden möchte, muss spätestens jetzt einsteigen."

 

Auf dem von STI International initiierten Informationsevent wurde die Experten-Runde von den Journalisten mit Fragen nach der lang herbei ersehnten Anwendbarkeit gelöchert. Das Interesse danach war und ist groß. Die Antworten waren und bleiben vage. Man ist sich sicher, Revolutionäres zu erforschen. Doch die Anwender erwarten greifbare beziehungsweise anwendbare Tools, die in der notwendigen Form noch nicht existieren.

 

Aussichten
Man darf auf den ökonomischen Nutzen und das Netzwerk-Potenzial der semantischen Web-Technologie gespannt sein. Hinsichtlich diesen und andere revolutionären Entwicklungen des zukünftigen Internets, des Internets der Services, wurde seitens des Forschungsvolkes viel versprochen, und die Erwartungen sind entsprechend hoch.

 

Mehr zum Thema: STI International hat ein "Service Web 3.0 Video" über die Vorteile des Future Internet gedreht.

 

 

 

 

 

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