Europe vs Facebook: Datenschutz-Sammelklage hat bereits über 25.000 Unterstützer

Europe vs FAcebook Europe vs FAcebook
Vor einer Woche hat der Wiener Datenschutz-Aktivist Max Schrems eine Sammelklage gegen Facebook eingebracht, die dazugehörige Website verzeichnet innerhalb kürzester Zeit über 25.000 Unterstützer. Damit ist das erste Teilziel erreicht.

(07.08.2014, 14:45) Die vom österreichischen Juristen und Aktivisten vorige Woche beim Handelsgericht Wien eingereichte Sammelklage gegen die irische Facebook-Tochter Facebook Ireland Ltd hat bereits über 25.000 Nutzer überzeugen können.

Schrems ist auch Gründer der Initiative Europe vs Facebook, deren Ziel es ist, Facebook zu rechtskonformen Handlungen im Bereich Datenschutz zu bewegen. An dieser Front kämpft Max Schrems bereits seit einigen Jahren, die Sammelklage ist nun die nächste Instanz.

Erst vor einer Woche wurde die Sammelklage eingebracht und die Facebook-User dazu aufgerufen, sich möglichst zahlreich via Online-Anmeldung zu beteiligen. Teilnehmer müssen sich aktiv melden, dazu gibt es auch eine passende App. Bis gestern Morgen waren es bereits 22.000 Teilnehmer, heute wurde die selbst gesetzte Grenze von 25.000 Teilnehmern überschritten.

Laut Pressemitteilung haben sich Personen aus 100 Ländern beteiligt, der Großteil davon aus Europa. Die meisten, über 5000, sind aus Deutschland, dicht gefolgt von rund 3700 österreichischen Nutzern, dabei sind auch User aus den Niederlanden, Finnland, Kroatien, UK, Belgien, Frankreich, Serbien und Polen.

Damit hat die Datenschutz-Sammelklage, welche das Potential hat die größte ihrer Art in Europa zu werden, innerhalb kürzester Zeit viel mehr Menschen erreichen können als angenommen. Derzeit soll es aber auch bei den 25.000 bleiben, denn alle Abtretungen (via App, siehe oben) müssen einzeln geprüft werden. Registrieren kann man sich immer noch für eine Teilnahme an der Sammelklage, unklar ist aber, ob man dann auch in die Liste aufgenommen wird. Mitmachen konnten und können alle volljährigen privaten Facebook-Nutzer außerhalb Kanadas und der USA .

Neben datenschutzrechtlichen Unterlassungsansprüchen wird auch Schadenersatz geltend gemacht. Die Schadenersatzforderung wurde dabei bewusst gering mit symbolischen 500 pro Nutzer angesetzt. Schrems selbst organisiert und betreibt diese Initiative unentgeltlich, für die Unterstützer der Sammelklage besteht keinerlei Kostenrisiko, da nur Schrems als Kläger auftritt.

Die Klage wird zur Gänze durch die Roland ProzessFinanz AG finanziert. Alle erlangten Ansprüche werden, abzüglich Kosten und Prozessfinanziereranteil, an die Teilnehmer ausgeschüttet. Die Sammelklage ist damit nicht auf Profit angelegt.

Schrems: „Mit dieser Teilnehmerzahl haben wir schon eine wirklich hervorragende Basis, um in Europa nicht mehr nur über Datenschutz zu meckern, sondern nun auch was zu tun. Das Ergebnis wird im Erfolgsfall natürlich für alle Nutzer eine Verbesserung bringen.“„Die großartige Unterstützung zeigt, dass wir mit dieser Sammelklage einen Nerv getroffen haben. Die so schnellerreichte Teilnehmerzahl setzt ein klares Zeichen.“, so Arndt Eversberg vom Prozessfinanzierer Roland ProzessFinanz AG.

Wenn du immer über die wichtigsten News informiert sein willst, so folge uns auf Facebook, Twitter, Google+, YouTube, klicke auf den RSS Button weiter unten oder abonniere hier den Newsletter.

Quelle: europe vs facebook

Telekom Presse Dr. Peter F. Mayer KG
Ziegelofengasse 29, A-1050 Wien, E-Mail: office@telekom-presse.at, Tel. +43 664 400 15 55
Devices | Mobility | Entertainment