Apple bestreitet Hintertür in iPhones für NSA geöffnet zu haben
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Apple bestreitet Hintertür in iPhones für NSA geöffnet zu haben

 
 

Apple wird unterstellt mit der NSA zusammenzuarbeiten um den Spionen direkten Zugriff auf iPhones zu geben. Das Unternehmen bestreitet das allerdings energisch.

 

(02.01.2014, 09:40) Seit Beginn der Enthüllungen von NSA Aufdecker Edward Snowden wird den führenden Tech Unternehmen immer wieder die Zusammenarbeit mit der US Spionageorganisation vorgeworfen. Auch Apple wird vorgeworfen dem Geheimdienst Hintertüren in seine Smartphones eingebaut zu haben.

Das Unternehmen aus Cupertino reagiert nun auf Enthüllungen des Internetaktivisten und Journalisten Jacob Appelbaum, der auf dem Chaos Communication Congress in Hamburg über Einzelheiten der Zugriffsmöglichkeiten der NSA auf das iPhone berichtet hatte. Apple weist alle diesbezüglichen Vorwürfe zurück.

Appelbaums Informationen stammen aus einem von Snowden enthüllten Geheimdokument. Demnach verfüge die NSA über eine Software namens DROPOUTJEEP, mit der iPhone-Nutzer praktisch vollständig überwacht werden können.

“Apple hat nie mit der NSA zusammengearbeitet, um eine Hintertür in eines seiner Produkte einzubauen”, erklärt nun Apple in einer Stellungnahme, die TechCrunch vorliegt. “Darüber hinaus war uns das mutmaßlich auf unsere Produkte ausgerichtete Programm der NSA bisher nicht bekannt.”

Gegenüber TechCrunch erklärte Apple darüber hinaus, es arbeite ununterbrochen daran, die Sicherheit seiner Kunden zu verbessern. “Wann immer wir von Versuchen hören, unsere branchenweit führende Sicherheit zu unterlaufen, leiten wir umfassende Untersuchungen ein und ergreifen entsprechende Maßnahmen, um unsere Kunden zu schützen.”

Apple tauchte allerdings schon im Juni in den ersten Berichten der Washington Post und des Guardian über das NSA-Überwachungsprogramm PRISM auf. Es war eines von insgesamt neun Unternehmen, deren Kundendatenbanken angeblich von der NSA durchsucht werden können. Apple wollte damals noch nie von PRISM gehört haben und bestritt einer Behörde direkten Zugang zu seinen Servern zu gewähren. Auch Google, Facebook, Microsoft und die anderen betroffen Firmen haben stets jegliche Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst dementiert.

Appelbaum allerdings bei seinem Vortrag eine direkte Beteiligung Apples an der Entwicklung von DROPOUTJEEP nicht bewiesen. “Ich kann das nicht wirklich beweisen, aber sie [die NSA] haben buchstäblich behauptet, dass die Implantation immer gelingt, wenn sie es auf ein iOS-Gerät abgesehen haben. Entweder haben sie eine riesige Sammlung von Exploits, die gegen Apples Produkte wirksam sind, bevorraten also Informationen über kritische Systeme, die von amerikanischen Firmen hergestellt werden – oder Apple hat sich selbst sabotiert. Ich weiß nicht, was davon zutrifft. Da sich Apple erst nach dem Tod von Steve Jobs dem PRISM-Programm anschloss, möchte ich gerne glauben, dass sie einfach nur miese Software schreiben.”

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Quelle ZDNet.com via ZDNet.de

( Peter F. Mayer )

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