AntiSec veröffentlicht 12 Millionen Apple UDIDs die auf dem Notebook eines FBI-Mitarbeiters gespeichert waren
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AntiSec veröffentlicht 12 Millionen Apple UDIDs die auf dem Notebook eines FBI-Mitarbeiters gespeichert waren

 
 

Das Hacker-Kollektiv hat bereits im März durch eine Java-Schwachstellte auf ein FBI-Notebook zugreifen können. Jetzt hat man auch einen Teil der über 12 Millionen gehackten Daten veröffentlicht.

 

(4.9.2012; 15:00) Das oft in einem Atemzug mit Anonymous genannte Hacker-Kollektiv AntiSec hat auf Pastebin über eine Million Apple-UDIDs veröffentlicht. Insgesamt will man aber im Besitz von über 12 Millionen solcher Unique Device Identifiers sein. Quelle dieser Menge an Daten: das Notebook eines FBI-Angestellten.

Die UDID sorgte schon öfter mal für Aufregung, denn auch über diese Nummer konnten App-Entwickler das Nutzerverhalten tracken. Aufgrund zahlreicher Beschwerden über die Verletzung der Privatsphäre ist Entwicklern diese Methode nun aber diese Methode verwehrt. Generell verurteilen auch die Mitglieder von AntiSec die untrennbare Verbindung von Nutzernummern mit der Hardware.

Die von Pastebin nun gehackten Daten enthalten neben dem Gerätetyp und der Handynummer auch Informationen zur Adresse und den Namen der jeweiligen Besitzer. Auf Rücksicht auf die User und ihre Privatsphäre habe man auch die meisten Daten anonymisiert.

Nachdem aber in keinem der 12.367.232 Datensätze kein einziger Hinweis darauf gefunden werden konnte, wofür das FBI im Besitz dieser Daten ist beziehungsweise war, ging man davon aus, dass man die UDIDs dazu nutze, um die Nutzer zu überwachen. Aus diesem Grund habe man sich dann auch dafür entschieden eine Million dieser Daten öffentlich zugänglich zu machen, um auch die Möglichkeit zu geben, deren Echtheit zu prüfen - und eine Million müsste dafür ausreichen.

Dieser drastische Schritt sei auch darin begründet, dass es niemanden interessiert, wenn man einfach nur sagt: Hey, das FBI nutzt deine Device-Informationen und wer zur Hölle weiß was sie noch damit anfangen - niemanden wird es interessieren und das FBI wird diese Meldungen entweder gekonnt ignorieren oder bestreiten.

Die Glaubwürdigkeit der Daten zu unterstreichen gibt der Autor der Pastebin-Eintrags auch einen kleinen Einblick wie es zu diesem Hack eines FBI-Notebooks kommen konnte: In der zweiten Woche im März 2012 konnte auf ein Dell Vostro Notebook, verwendet von Supervisor Special Agent Christopher K. Stangl vom FBI Regional Cyber Action Team und ebenso tätig für das New York FBI Office Evidence Response Team, zugegriffen werden.

Möglich war dies durch eine Java-Schwachstelle im AtomicReferenceArray. Bei diesem Hack konnte man mehrere Dateien von seinem Desktop herunterladen - darunter auch NCFTA_iOS-devices_intel_csv worin sich die 12.367.232 Datensätze befanden.

Das kalifornische Unternehmen und auch das Federal Bureau of Investigation schweigen sich zu diesem Vorfall aus. Die große Frage die hier nämlich im Raum steht: hat Apple die UDIDs freiwillig weitergegeben und wenn ja, zu welchem Zweck.

Für weitere Ankündigungen zu diesem Thema oder etwaige Interviews gibt es eine einzige Bedingung und die ist nicht nur kreativ, sondern auch unmöglich zu erfüllen, denn AntiSec fordert, dass ein Foto von Adrian Chen, Gawker-Redakteur, auf der Startseite des Bloggernetzwerks erscheint - im Tutu und mit einem Schuh auf den Kopf.

 

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