Streaming-Dienst Twitch wird von Amazon übernommen, nicht von YouTube

Eine etwas überraschende Wendung gibt es scheinbar in Sachen Twitch-Übernahme: der beliebteste Game-Streaming-Dienst wird laut Wall Street Journal nicht wie bisher angenommen von Google gekauft sondern von Online-Händler Amazon.

(25.08.2014, 20:15) Der Deal zwischen Google, beziehungsweise Tochterfirma Google und dem Game-Streaming-Dienst Twitch sei in trockenen Tüchern, so berichteten diverse Quellen Ende Juli.

Die beiden Unternehmen sollen bereits eine Vereinbarung zum Kauf über rund eine Milliarde US-Dollar getroffen haben.

Scheinbar ist das doch nicht der Fall: wie das Wall Street Journal unter Berufung auf einen Insider berichtet, soll Online-Händler Amazon YouTube das Geschäft vor der Nase weggeschnappt haben. Auch hier soll es um einen Betrag von über einer Milliarde US-Dollar gehen.

Offiziell ist noch nichts bestätigt, laut dem Insider soll der Deal aber bereits kommende Woche bestätigt werden. Bereits seit Juni war Google, beziehungsweise YouTube, als Käufer für den beliebten Streaming-Service im Gespräch. Twitch ist die weltweit beliebteste Website für Videospiel-Streaming und wurde als Startup 2011 ins Leben gerufen.

Gamer können über die Plattform auch ihre Gaming-Sessions ins Netz streamen und Let's Play Videos erstellen. Auch die aktuellen Konsolen von Microsoft und PlayStation haben Twitch implementiert und auch einige von Nvidias Grafikkarten bieten Usern die Möglichkeit ihre Videos von Spielen direkt auf Twitch.tv zu streamen.

Nachdem auf YouTube einige dieser Videos aufgrund von möglichen Copyright-Verletzungen offline genommen wurden, schwenkten immer mehr User zu Twitch.tv. Das Unternehmen registriert mittlerweile mehr als 50 Millionen monatliche Nutzer. Damit hält der Anbieter im Bereich von Live-Streaming bei 43,6 Prozent der Marktanteile.

Insofern hätte eine Übernahme durch YouTube durchaus Sinn gemacht. Es bleibt abzuwarten, ob die Übernahme durch Amazon Tatsache ist oder der Streaming-Dienst am Ende doch bei Google landen wird.

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Quelle: Wall Street Journal

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