Huawei: Tizen hat keine Chance und Windows Phone bringt nur Verluste

Huawei Ascend P7 Huawei Ascend P7
Huawei sieht keine Chancen mehr für alternative Betriebssysteme zu Android. Tizen und Windows Phone sind keine Optionen für den chinesischen Telekom Giganten.

(26.08.2014, 08:00) Das Rennen um die Spitzenplätze im Smartphone Markt ist entschieden: Android ist der Sieger und wird über längere Zeit mit einem Anteil um die 90% den Markt beherrschen, Apple wird mit einem Anteil im hohen einstelligen Prozentbereich exzellent verdienen. Daneben wird es nur mehr kleine Nischen geben, BlackBerry und Windows Phone sind chancenlos, neue Betriebssysteme werden nicht mehr gegen Android und iOS ankommen können.

Das sagen uns Marktforscher und Analysten. In erstaunlicher Klarheit hat das nun auch Richard Yu, der Chef von Huaweis Consumer Business ausgesprochen. Huawei ist einer der weltweit führenden Netzwerkausrüster und schon seit einiger Zeit unter den Top 5 Smartphone Erzeugern zu finden.

In einem Interview mit dem Wall Street Journal hat er klar ausgesprochen, dass Tizen keine Chance hat. Tizen ist ein Gemeinschaftsprojekt von Intel, Samsung und einer Reihe von Herstellern sowie Mobilfunkern. Auch Huawei war dabei, wird sich aber nun völlig von Tizen zurückziehen. "Tizen hat absolut keine Chance", so Yu. Und selbst wenn Mobilfunker wegen eines Tizen Phones anfragen, würde man es nicht produzieren.

Auch zu Windows Phone findet Yu klare Worte. "Wir haben versucht Windows Phone zu verwenden. Aber es ist schwierig Kunden zu überreden ein Windows Phone zu kaufen. Es war nicht profitabel für uns und wir haben zwei Jahre lang Verluste mit Windows Phone gemacht. Wir haben uns entschlossen alle neuen Releases mit Windows Phone anzuhalten."

Damit ist auch Huawei auf Android als einzige Option angewiesen. Laut Yu fühlt man sich damit nicht unbedingt wohl, verzichtet aber auf eigene Entwicklungen.

Daran tut Huawei sicher recht, denn es gibt Präzedenzfälle aus der PC Geschichte. IBM, einst Marktführer mit weit über 50% Marktanteilen im PC Geschäft, versuchte Ende der 80er Jahre mit OS/2 eine Konkurrenz zu Microsofts Betriebssystemen DOS und Windows auf die Beine zu stellen. Folge war ein rapider Fall der Marktanteile auf unter 5% und als Konsequenz dann der Verkauf des PC Geschäftes im Jahr 2005 an Lenovo.

Samsung hat wohl schon die Lehren daraus gezogen, denn die ursprünglich geplanten Smartphones mit Tizen wurden immer wieder verschoben und werden wohl bald gänzlich zu Grabe getragen.

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Quelle The Wall Street Journal

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