HTC One M8 im Redaktionstest - in allen Belangen eine runde Sache [Teil I]

Im Februar des Vorjahres präsentierte HTC das HTC One, welches von den Medien sowie auch von uns in ersten Tests Bestnoten erhielt und auch der Nachfolger kann mehr als nur überzeugen. Wir haben uns das Device genauer angesehen und auf Herz und Nieren geprüft.

(28.03.2014; 16:30) Am Dienstag, den 25. März, hat HTC nun endlich offiziell das HTC One M8 in London und New York vorgestellt. Auch wenn es keine großen Überraschungen mehr gab, verlagerte sich die Spannung auf das erste Hands-on, um endlich, nach wochenlangen Leaks und Gerüchten, das Device auch in Händen halten zu können.

In London ist die Verfügbarkeit des HTC One M8 in den Schaufenstern kaum zu übersehen. Beinahe jeder größere Mobilfunkprovider hat entsprechende Plakate in seinen Schaufenstern. Vergleicht man aber die Präsenz der Konkurrenz bei Phones4you, Carphone Wearhouse und Co. dann rückt HTC dennoch ein wenig in den Hintergrund.

Eines der wohl besten Signale von HTC ist, dass es dieses Mal keine Probleme mit den Zulieferern gibt. 7

Erster Eindruck - Haptik

HTC konnte schon im Vorjahr mit seinem Flaggschiff überzeugen und daher war es auch ein kluger Schachzug das Design bei den grundlegenden Elementen zu belassen und nur mancherorts Veränderungen vorzunehmen. Hier ist es HTC auch durchgehend gelungen Verbesserungen und keine Verschlechterungen vorzunehmen.

Das Unibody-Gehäuse ist beim neuen Flaggschiff sozusagen aus einem Guss, während beim Vorjahresmodell in der Produktion noch einiges geklebt und "zusammengebastelt" werden musste. Das Gehäuse liegt aufgrund seiner stark abgerundeten Ecken noch besser in der Hand. Der Übergang von Rückseite zur Front ist ebenfalls stark abgerundet.

Auch an der Position der Tasten und Anschlüsse hat sich einiges getan. Vor allem fällt hier positiv auf, dass Power-Button und Lautstärke-Tasten ein wenig aus dem Gerät hervorstehen, weswegen man sie auch auf einen Griff findet.

Der Power-Button ist zudem von links nach rechts gewandert und der Klinkenstecker-Anschluss an die Unterseite wo sich auch der microUSB-Anschluss findet. Eine weitere Verbesserung ist der vorhandene microSD-Slot, welcher sich auf der linken Seite des Devices findet und mittels beigelegten Dorn öffnen lässt. Somit lässt sich der frei verfügbare Speicher von knapp 9 GB bei der 16 GB leichter verschmerzen, denn immerhin kann dem HTC One M8 eine microSDXC-Karte verpasst werden, wodurch sich der Speicher um bis zu 128 GB aufstocken lässt. Mit 144 GB sollte dann auch wirklich jeder User auskommen.

Kleiner Patzer - Mancherorts funktioniert die Übersetzung noch nicht so reibungslos:

In vielen Foren wird bereits über die Platzierung des Power-Buttons diskutiert und viele meinen, dass dieser auf der Oberseite nicht unbedingt einen optimalen Platz gefunden hat. Dazu muss gesagt werden, dass dies wiederum durchaus Sinn macht, wenn man bedenkt, dass in diesem Knopf auch der IR-Sender für die TV-App befindet. An der Seite angebracht, wäre dies für den User mehr als umständlich das HTC One M8 als Fernbedienung zu verwenden.

Der nanoSIM-Einschub findet sich auf der rechten Seite über dem Lautstärke-Regler. Dass hier HTC dem Apple-Trend folgt und nicht auf microSIM setzt, ist schade und verlangt in den meisten Fällen, sofern man es nicht bei einem Provider kauft, die Beschaffung einer neuen SIM-Karte. Dies kann in vielen Fällen Zusatzkosten verursachen.

Lediglich der verlorene Platz auf der Ober- und Unterseite des Gerätes ist schade, denn die BoomSound Stereolautsprecher nehmen bereits relativ viel Platz ein, aber dennoch hat HTC auf sein Logo an der Front nicht verzichten wollen. Wäre es nicht da, hätte man immerhin ein um ein Zentimeter "kürzeres" Device. Die seitlichen Ränder sind hingegen so gut wie nicht mehr vorhanden und lediglich 3 Millimeter dick.

So kommt das HTC One M8 auf folgende Maße: 146,36 x 70,6 x 9,35 Millimeter und bringt 160 Gramm auf die Waage, während hingegen der 4,7 Zöller noch 145 Gramm auf die Waage brachte und Maße von 137 x 68 x 9 Millimeter aufweist.

Display

Das 5 Zoll große Display bietet wie auch schon sein Vorgänger eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Im Gegensatz zu der Pixeldichte von 468ppi des Vorgängers verringert sich diese beim M8 auf absolut respektable 441ppi. Die geringere Pixeldichte bedeutet aber zum Glück keine verringerte Qualität. Nach wie vor lassen sich keine einzelnen Pixel mehr erkennen und auch die Betrachtungswinkel sowie die Kontraste sind nach wie vor sehr gut.

Wie im Vorfeld schon oft besprochen und jetzt auch tatsächlich so eingetroffen hat sich HTC für On-Screen-Buttons entschieden und auch der Task-Manager, so wie wir ihn von den meisten Android-Geräten kennen, hat wieder Platz gefunden.

In hellem Sonnenlicht lässt sich das Display sehr gut ablesen und lässt dabei High-End-Geräte der Konkurrenz vor Neid erblassen. Hier hat HTC wirklich gute Arbeit geleistet.

Performance und Akkuleistung

War im HTC One noch ein 1,7 GHz Quadcore Snapdragon 600 verbaut, so werkeln nun ein 2,3 GHz Snapdragon 801 sowie ein Adreno 330 GPU und 2 GB RAM unter der Haube. Hier sieht man vor allem im direkten Vergleich, dass sich der neue Prozessor bewährt. Die Performance ist makellos und könnte gemessen an den Konkurrenz-Modellen nicht besser sein. Spannend wird es, wenn wir es einem Vergleich zum Galaxy S5 unterziehen, was in wenigen Tagen bereits der Fall sein wird. Beim Samsung-Flaggschiff kommt der gleiche Prozessor zum Einsatz.

Kein Heißläufer

Auch beim Download von mehreren Apps und der automatischen Aktualisierung der Google-Dienste zeigt sich das HTC One M8 unbeeindruckt. Nicht nur, dass alles im Handumdrehen installiert ist, so gibt es auch keine sonderliche Wärmeentwicklung zu bemerken.

Der Akku hat nur eine Prise an Auffrischung bekommen, denn statt der 2.300 mAh kommen nun 2.600 mAh zum Einsatz. Hier hat HTC aber vorgesorgt und liefert "Extremer Energiesparmodus". Dabei kann der User selbst entscheiden ab welchem Akkustand das Device in diesen speziellen Modus wechselt. Zur Auswahl stehen 5, 10 und 20 Prozent. Sobald dieser aktiviert ist, werden die Funktionen auf das nötigste zurückgeschraubt. Die CPU-Nutzung wird eingeschränkt und sobald der Bildschirm ausgeschaltet ist, schaltet sich auch die Datenverbindung ab und nur dringend benötigte Apps werden ausgeführt. Im Gegensatz zum S5 bleibt aber die Farbe erhalten und man wechselt nur in einen etwas abgedunkelten Modus und nicht zu Schwarz-Weiß-Darstellung.

Lediglich die Telefon-, Nachrichten, Mail-, Kalender- und die Rechner-App stehen einem hierbei zur Verfügung sowie die Option den Modus zu beenden. Einziger Nachteil: man kann nicht selbst festlegen, welche Apps man noch am Laufen halten möchte. So ist man gezwungen seine eigenen Mail-Clients in die vorinstallierte Mail-App zu integrieren.

Sollte es aber tatsächlich einmal eng werden, wird man dieses Übel wohl akzeptieren müssen. An sich verspricht HTC eine 40-prozentige längere Akkuleistung als beim Vorgänger. Auch wir können nach unserem Test durchaus bestätigen, dass das HTC One M8 ausdauernder ist.

Im zweiten Teil beschäftigen wir uns vorrangig mit Sense 6.0 sowie der Duo Camera und den damit verbundenen neuen Funktionen: Teil II.

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