Google+-Nutzerzahlen sind ein schwergehütetes Geheimnis
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Google+-Nutzerzahlen sind ein schwergehütetes Geheimnis

 
 

Die Diskussionen rund um die aktuellen Google+ Nutzerzahlen nehmen kein Ende und werden auch erst dann eins finden, wenn das Unternehmen die tatsächlichen Statistikzahlen zu aktiven Nutzern veröffentlicht.

 

(12. 04. 2012; 13:30) Google kann auf ein sehr erfolgreiches erstes Quartal in diesem Jahr zurückblicken. Aber wie in jeder Familie muss es auch in jedem Unternehmen ein schwarzes Schaf geben und das ist in diesem Fall allem Anschein nach Google+. Die Diskussionen und Kritiken zu Google+ nehmen kein Ende. Google zufolge hat es weltweit über 170 Millionen registrierte Mitglieder. Genauer gesagt haben, laut Larry Page, diese sich zu Google+ "upgegraded", was immer das auch jetzt heißen soll.

Die Leute die das soziale Netzwerk des Suchmaschinen-Konzerns nutzen, verdienen, laut Online-Medienberichten, genauere Zahlen. Sollte Google dahingehend nichts unternehmen könnten die Leute tatsächlich beginnen zu glauben, dass Google+ eine Geisterstadt wäre. Google veröffentlichte in den vergangenen Monaten verschiedene Zahlen über die Anzahl der Nutzer. Im Juli 2011 sollen, knapp einen Monat nach dem Launch von Google+, über 10 Millionen Nutzer registriert gewesen sein. In den folgenden Monaten stiegen die Zahlen an. Im Oktober sollen es bereits 40 Millionen gewesen sein. Nur drei Monate später teilte das Unternehmen mit, über 90 Millionen Google+-Mitglieder zu haben. Aktuelle Zahlen aus diesem Monat belaufen sich bereits auf über 170 Millionen. Die einzige Frage die man sich dabei stellen muss, wo sind die und warum verstecken sie sich.

Grundlegend muss unterschieden werden zwischen einem aktiven Nutzer und einer lediglich auf Google+ registrierten Person. Bei Google zählen bereits letztgenannte als Mitglied. Laut einer aktuellen Statistik von Experian Hitwise, konnte das soziale Netzwerk ein Plus von 27 Prozent verzeichnen. Für die Statistik berechnete Experian das Wachstum von Google+ seit seiner Gründung vor rund 10 Monaten. Für das Marktforschungsinstitut beinhaltet ein einzelner Besuch einen Zeitrahmen von einer halben Stunde. Folgendes Beispiel: Ein Nutzer meldet sich bei Google+ an und liest einen Beitrag. Dann nutzt er in der Zwischenzeit ein anderes soziales Netzwerk oder liest seine Mails und kehrt innerhalb einer halben Stunde wieder zu Google+ zurück, um einen neuen Beitrag zu lesen oder zu erstellen. Auch dann gilt dies nur als einzelner Besuch der Seite.

Auch nachdem die Washington Post das Google-Netzwerk, im direkten Vergleich zu Facebook, als Geisterstadt bezeichnete, dauerte es bis das Unternehmen reagierte. Der New York Times wurden zur Schadensbegrenzung Tage später "aktuellere" Zahlen geschickt. Demnach sollen über 50 Millionen die Plattform mit seinen erweiterten Funktionen aktiv nutzen. Das ergibt, so Gundotra, in einem Zeitraum von 30 Tagen über 100 Millionen aktive Nutzer. Auch wenn diese Zahlen im ersten Moment beeindruckend wirken, darf man eine winzige Kleinigkeit nicht übersehen, denn "Google+ mit seinen erweiterten Funktionen" schließt auch YouTube, Play Store und Google.com mit ein.

Spricht Facebook von 800 Millionen aktiven Nutzern, weiß man welche Kriterien zu der Aussage "aktive Nutzer" führen. Mitglieder die sich für einen gewissen Zeitraum regelmäßig bis hin zu mehrmals täglich bei dem sozialen Netzwerk anmelden und dabei auch Nachrichten verschicken, Facebook-Seiten aufrufen, etwas posten, Fotos kommentieren und vieles mehr.

Google bietet diese Funktionen auch auf seiner Seite und muss doch in der Lage sein, darüber Auskunft zu geben, wie es sich zahlentechnisch auf der Plattform verhält. Ungeklärt bleibt warum Google sich so standhaft weigert reale Zahlen zu realen Nutzern zu veröffentlichen.

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