Augmented Reality: Die Technologie hinter Pokemon Go

Augmented Reality Brille - Source: Wikimedia Augmented Reality Brille - Source: Wikimedia
Augmented Reality ist mittlerweile zu einem eigenen Medium geworden. Im Gaming Sektor hat es Pokemon GO zum Mainstream gemacht und es folgen immer mehr interessante Titel. Aber auch in anderen Bereichen gewinnt AR immer mehr an Boden.

(20.03.2017, 09:50) Den meisten Gamern dürfte das Wort Virtual Reality, kurz VR, inzwischen ein bekannter Begriff sein. Daneben entwickelt sich aber noch eine andere Art der digitalen Realität, die sich mit der Wirklichkeit verbindet, statt sie zu überblenden: die Augmented Reality. Google unternahm bereits vor einigen Jahren einen Versuch, diese Technik auf dem Markt zu etablieren, doch die Google Glasses scheiterten damals an datenschutzrechtlichen Bedenken. Das Projekt AR ist damit allerdings alles andere als fehlgeschlagen.

Pokemon GO macht Augmented Reality salonfähig

Das Mobile Game »Pokémon Go« lebt von der visuellen Kombination aus Wirklichkeit und digitaler Welt, dieses Spiel gilt als erster Mega Hit auf dem Gebiet der Augmented Reality. Die kleinen Monster halten sich nämlich nicht im virtuellen Raum auf, sondern sie erscheinen im Stadtpark, an der nächsten Straßenkreuzung oder mitten im Einkaufscenter; zumindest dann, wenn das Smartphone-Display uns als Fenster in die Pokémon-Realität dient.

Die Interaktivität der AR erfolgt in Echtzeit, die digitalen und analogen Informationen werden also gleich getaktet, sie greifen ineinander über und verschmelzen zu einer Einheit. Eine erweiterte Definition der Augmented Reality bezieht sogar sinneserweiternde Technik mit ein, zum Beispiel durch verschiedene Sensoren, Distanzmesser und Infrarotbilder. Auch auf diese Weise erweitert sich die Realität um neue Eindrücke, die wir zuvor nicht hatten.

Die Welt wird greifbarer…

Eine einfache aber hilfreiche Version der Augmented Reality bietet beispielsweise der Wikitude World Browser eine visuelle Darstellung von Informationen über unsere Umgebung. Durch die Smartphonekamera gesehen, verwandelt sich die Welt dort draußen in eine Art Lexikon mit vielerlei Infos, über die in der Nähe befindlichen Sehenswürdigkeiten, Restaurants und anstehenden Events. Auch im professionellen Einsatz könnte die AR sich bald schon etablieren, zum Beispiel um dreidimensionale Modelle zu erstellen.

Doch kommen wir zurück zum Spielesektor, dort wird es nach dem großen Erfolg von Pokémon Go sicher zu spannenden Umwälzungen kommen, die unsere Erfahrungswelten auf den Kopf stellen. So präsentierte Microsoft beispielsweise bereits, wie sich das Klötzchen-Spiel Minecraft in unsere Umwelt integrieren lässt. Demnächst könnte es ebenso sein, dass sich unser Küchentisch nach Feierabend virtuell in einen zünftigen Poker Table verwandelt, selbstverständlich mit voller Ausstattung und vielleicht auch inklusive eingeblendeter Mitspieler, nämlich Freunden, die in Wirklichkeit daheim an ihren eigenen Tischen sitzen. Um hier nicht nur auf das Pokerface angewiesen zu sein, sollten die Strategien des Klassikers sitzen und schon kann das abendliche Kartenspiel mit täuschend echter Casino-Atmosphäre beginnen! Und das ist hier nur der Beginn einer neuen Spiele-Generation, die sich erst noch am Entwickeln ist.

Source: Flickr ,  Leigh Blackall

Shooter-Apps in AR-Version sind längst auf dem Spielemarkt angekommen, zum Beispiel das Action-Game »Zombies Everywhere« und der Ego-Shooter »Real Strike«. Bei Letzterem lässt sich die Anzeige zusätzlich in den Nachtmodus oder Wärmebildmodus umschalten. An der realistischen Darstellung mangelt es allerdings noch etwas, die Zombies scheinen zum Beispiel frei im Raum zu schweben und wirken in der graphischen Darstellung recht grob. Doch der eingeschlagene Pfad ist ganz klar: Es geht hin zum grenzenlosen Gaming-Spaß mit der realen Welt als Showbühne für digitale Monster, Scharfschützen und spielrelevanten Objekten. Was noch fehlt, ist eine taugliche AR-Brille wie etwa die HoloLens, deren Release leider immer wieder verzögert wird. Mit den dreidimensionalen Hologrammen eines solchen High-Tech-Gadgets vor Augen, ergibt sich sicher bereits ein ganz anderer visueller Eindruck als auf dem flachen Handydisplay; außerdem würden eine höhere Rechenleistung und detailliertere Tiefeninformationen zu einer besseren Übereinstimmung zwischen realer Kulisse und digitalen Einblendungen führen.

Source Wikimedia

Der Horror-Shocker »Night Terrors« gilt als weiteres vielsprechendes Projekt auf dem langsam erwachenden AR-Sektor. Das Spiel scannt die Räumlichkeiten seines Nutzers recht genau und lässt Gruselgestalten darin auftauchen, die ziemlich echt aussehen. So verwandelt sich die eigene Wohnung in eine Art virtuelle Geisterbahn, doch über eine Demoversion ist das Ganze auch nach langjähriger Entwicklung noch nicht hinaus.

Die Entwicklungen werden mit Sicherheit weitergehen, in Zukunft warten also noch einige interessante Überraschungen auf uns. Wir halten diesen wichtigen Gaming-Bereich also weiterhin im Auge und informieren dich, sobald es spannende Neuigkeiten gibt.

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