Robotik: Meeresschildkröte inspiriert Tauchroboter-Modell

Von Amphibien abgeschaut: die Forscher erhoffen sich nicht nur Aufschlüsse über die Evolution von Meeresschildkröten; auch das US-Militär interessiert sich für das Projekt.

 

(24.04.2013, 17:15) Die beste Informationsquelle für neue Erfindungen sind oft Dinge, die uns sowieso schon umgeben: immer wieder holt sich die Technik Denkanstöße aus der Natur. Diesmal geht es um einen Roboter der in seiner Konstruktion uns Bewegung einer Meeresschildkröte nachempfunden ist.

Der Fachbegriff ist Bionik: das Übertragen von Phänomenen aus der Natur auf Technik; beste Beispiele aus unserem Alltag sind Flugzeuge, Klettverschlüsse, Lupen, Sonar und Echolot oder wasserabweisende Oberflächen.

Die Entwickler Daniel Goldman und Nicole Mazouchova wollen mit dem Bau des Amphibienroboters Kenntnisse darüber gewinnen, mit welcher Technik sich Schildkröten sowohl an Land als auch im Wasser fortbewegen können. Das Ergebnis haben die Forscher Flipperbot getauft.

Der 19 Zentimeter lange und 790 Gramm schwere Roboter soll in erster Linie den Forscher Aufschluss über die Motorik und Technik der Tiere geben und vielleicht auch deren Evolution zu verstehen. Mitfinanziert wurde der Bau aber auch vom US-amerikanischen Militär.

Ein ähnliches Projekt bearbeiten die Wissenschaftler an der Universität Zürich: ihr Tauchroboter namens Naro-tartaruga ist einen Meter lang und wiegt 75 Kilogramm. Er erreicht unter Wasser eine Spitzengeschwindigkeit von zwei Metern pro Sekunde, hat aber rein optisch wenig gemeinsam mit seinem tierischen Vorbild.

Hier ein Video der Roboter-Schildkröte im Einsatz:

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Quelle: The Verge

 

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