Google präsentiert soziales Cloud Streaming Device Nexus Q

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Das Nexus Q ist als Unterhaltungshub gedacht, über das Songs und Videos direkt aus der Cloud auf Geräte übertragen und im lokalen Netzwerk verteilt werden können.

 

(28.6.2012, 11:30) Inmitten eines regelrechten Schwalls an Neuerungen für seine diversen Angebote hat Google auf seiner Entwicklerkonferenz I/O jetzt noch für eine zusätzliche Überraschung gesorgt. Mit Nexus Q stellt das Unternehmen einen neuen Konkurrenten für Apple TV vor. Das Gerät streamt Inhalte aus der Google-Cloud direkt auf die heimischen Fernseher und Stereoanlagen.

Dadurch ist es möglich, Inhalte vom Smartphone oder Tablet sowie direkt aus Googles Cloud (Google Music, Youtube, vermutlich auch Kaufinhalte von Google Play) abzuspielen. Sehr schlicht und futuristisch designt ist der neue Streaming-Player als schwarze Kugel mit etwa dem Durchmesser einer CD. Die obere Hälfte funktioniert als drehbarer Lautstärkeregler, mit einem Fingertipp lässt sich der Player stumm schalten.

Nexus Q bietet zwei WLAN-Zugänge und einen Ethernet-Port, an ein TV-Gerät angeschlossen wird es via MicroHDMI. Für die Audiowiedergabe müssen lediglich Boxen angeschlossen werden, denn ein 25-Watt-Verstärker ist schon integriert. Daten erhält die kleine Kugel via Bluetooth und NFC, über letzteres kann man durch Berührung mit einem Android-Device die Medienwiedergabe nahtlos an das Nexus Q übergeben. Zukünftiges Zubehör kann über einen Micro-USB-Anschluss hinzugefügt werden.

Steuerbar wird Nexus Q über Android-Geräte. Noch unklar ist, ob Nexus Q auch mit anderen Betriebssystemen zusammenarbeitet und, so wie etwa Samsung, das plattformübergreifende DLNA/UPnP AV nutzt. Das Device ist prinzipiell für den Mehrraum-Betrieb ausgelegt. Wer mehrere dieser Geräte besitzt, kann die Musik dann durchs ganze Haus verteilen. Mit der zugehörigen App lassen sich verschiedene Zonen definieren und mehrere Räume unabhängig voneinander oder auch synchron beschallen.

Google deklariert das NexusQ als das erste „Social Media Streaming Device“ – ganz partytauglich können Freunde schnell und drahtlos über ihre eigenen Android-Geräte Musik (bzw. Filme und Serien) zur Playlist hinzufügen, ganz ohne Konfiguration.

Das ab Mitte Juli für 300 US-Dollar vorerst nur in den Vereinigten Staaten erhältliche Gerät läuft unter Android 4.0 auf einem OMAP-4460-Prozessor, wie das Galaxy Nexus und hat 1 GByte RAM und 16 GByte lokalen Speicher.

Bereits auf der Google I/O im vergangenen Jahr präsentierte Google sein "Project Tungsten", eine Referenzplattform für ein Multiroom-Audiosystem, das Musik direkt von Google Music abspielt.

Spekuliert wurde schon seit Jahresbeginn, dass sich das System der Marktreife nähert. In den letzten Monaten hatte Google seine Mitarbeiter offenbar auf dem Firmengelände und auch in ihren Privathäusern das neuartige Entertainment Device testen lassen.

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