16 Motorola-Geräte dürfen ab heute nicht mehr in die USA importiert werden
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16 Motorola-Geräte dürfen ab heute nicht mehr in die USA importiert werden

 

Microsoft hat den Rechtsstreit gegen Motorola Mobility eindeutig gewonnen, denn ab dem heutigen Tag dürfen eine Reihe an Geräten nicht mehr in die USA importiert werden. Dennoch zeigt sich Motorola zuversichtlich, welchen Trumpf man aber noch im Ärmel hat, wollte man nicht verraten.

 

(18.7.2012; 17:00) Kaum kann ein Unternehmen in einem Patentstreit in einem Land einen Erfolg für sich verbuchen, wird anderswo gegen einen entschieden und den Nutzer nervt es.

Gestern wurde in Düsseldorf gegen Apple und für Motorola entschieden. Ein klarer Punkt für das Google-Unternehmen. Im Gegensatz dazu dürfen jetzt aber eine Reihe von Motorola-Geräten nicht mehr importiert werden und dieses Mal ist nicht Apple der Ankläger, sondern Microsoft.

Im speziellen handelt es sich bei dem verletzten Patent um eine Technologie die Microsoft in Active Sync verwendet. Diese stammt bereits aus dem Jahr 1998 und ist noch bis 2018 gültig. Motorola hat für die Verwendung dieser Software Lizenzgebühren bezahlt. Doch diese waren nur bis 2007 gültig.

Die Handelskommission ITC hat nun in dem Verfahren Microsoft gegen Motorola ein Importverbot verhängt. Dieses betrifft insgesamt 17 Geräte. Darunter auch das Droid Pro, Droid X2, Flipout, Flipside, Side und Xoom. Zwar sind die neueren Xoom-Modelle davon nicht betroffen, aber das soll sich, geht es nach Microsoft auch noch ändern.

Nach nun 60-tägiger Karenzzeit tritt das Importverbot ab heute in Kraft. Demnach haben Motorola beziehungsweise der Mutterkonzern Google insgesamt zwei Möglichkeiten: Entweder zahlt man erneut Lizenzgebühren an Microsoft oder man entfernt mittels einem Update die betroffene Funktion vom Smartphone.

Auch wenn sich Motorola noch nicht zu seinem weiteren Vorgehen geäußert hat, teilte man mit, dass man noch eine weitere Möglichkeit hat, um sicher zu stellen, dass auch weiterhin die betroffenen Geräte in den USA verfügbar sein werden. Es könnte also auch durchaus sein, dass das Unternehmen in diesen 60 Tagen genügend Geräte importiert hat, um die Nachfrage nach diesen Devices auf längere Sicht befriedigen zu können.

Es ist aber auch möglich, dass man sich mit Microsoft doch noch an einen Tisch setzt und über entsprechende Lizenzierungen spricht, rein nach dem Motto: Eine Hand wäscht die andere. Denn zurzeit versucht Motorola auch den Import der Xbox 360 zu verhindern. Beide verhandelnde Parteien haben also durchaus gute Karten.

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