Die wahren Interessen von IBM, Microsoft, Oracle und SAP

Online-Streamingdienst Netflix weitet Angebot auf europäische Länder aus   Huawei: Ascend P6 soll bis zum Ende des Jahres 10 Millionen Marke knacken   LG startet in Q4 mit Produktion seiner flexiblen Displays   Neuer Anstrich: Foto-Leaks vom Samsung Galaxy S4 Active in Blue Arctic   Prism: Google stellt Antrag bei FISA - fordert Erlaubnis zur detaillierten Offenlegung der Anfragen

Die wahren Interessen von IBM, Microsoft, Oracle und SAP

 

Die vier großen Produzenten von Software haben jeweils unterschiedliche verborgene Motive, die von den CIOs verstanden werden sollten. Sonst werden sie dazu gebracht Software und Services zu kaufen, die sie nicht brauchen warnt Berater Gartner.

 

(20.11.2011, 10:55) Bei einem Symposium, das diese Woche in Australien stattfand, erklärte der Gartner Analyst Dennis Gaughan auf Grund seiner Erfahrung mit Kunden, was die vier Hersteller IBM, MIcorosft, Oracle und SAP wirklich erreichen wollen. Ein Bericht darüber findet sich auf der australischen Website itnews.com.

Zusammen haben diese vier Hersteller etwa 100 Milliarden US Dollar zu ihrer Verfügung um die Kunden und deren CIOs in ihrem Sinn zu beeinflussen. Generell empfiehlt Gaughan den Unternehmen Herr über die eigene Zukunft zu bleiben und die Hersteller ganz selektiv zu nutzen.

Weiter stellte Gaughan fest, dass sich keine Innovation mehr in den Produkten der vier Anbieter finden lasse. Sie seien hauptsächlich damit beschäftigt den Status quo zu erhalten und daraus die Umsätze zu steigern. Das sei keine Agenda für Innovation.

IBM charakterisierte Gaughan als einen Dienstleister, der sein Beratungsgeschäft nutzt um seine Produktverkäufe durchzuziehen. IBM positioniert sich selbst als Vordenker und promoted Initiativen wie die vom „Smarter Planet“. Die meisten Anfragen, die Gartner von Klienten erhielt, bezogen sich auf Vertragsverhandlungen um zu verstehen, was IBM tatsächlich anbietet und was es liefern will.

IBM versucht die komplette IT-Strategie ihrer Kunden zu übernehmen und zu bestimmen. Die Kundenbetreuer seien darin ganz besonders gut und speziell darauf geschult.

Microsoft will in erster Linie Windows und Office schützen. Microsoft holt die meisten Umsatz aus seinen Plattformen heraus und sein oberstes Ziele ist es, Windows und Office die weitere Marktdominanz zu sichern. Daneben versucht man weitere Plattformen in einer Art und Weise zu etablieren, die es Kunden schwer macht zu einem anderen Hersteller zu wechseln.

Neue Funktionen werden nur in dem Ausmaß verfügbar gemacht, das nötig ist um Kunden bei der Stange zu halten. Neue Produkte zielen primär darauf ab, das Kerngeschäft mit Windows und Office zu schützen. Extreme Vorsicht empfiehlt Gaughan bevor man Office 365 einsetzt um nicht in einen Microsoft-Shop verwandelt zu werden.

Gaughan erwartet, dass Microsoft Marktanteile in 2012 und 2013 verlieren wird. Der Kern – Windows – wird von Apple und Android angegriffen, Office von Google mit seinem Docs.

Oracle ist bekannt dafür einer der aggressivsten Akquisiteure zu sein. Die Verkäufer würden ein integriertes Produktportfolio anbieten, das aber im Vergleich zu Konkurrenten wie SAP eine äußerst magere tatsächliche Integration aufweise. Oracle integriert nicht wo es möglich ist, sondern nur dort wo es profitabel ist.

Gaughan beschreibt Oracle Integration so: „Oracles Marketingphrase ist ‚Engineered Systems to work togehter‘, es sollte aber besser heißen ‚Engineered Systems to buy together‘. Es ist eine Integration auf dem Papier, aber nicht in der Realität.“

Auch die neuen Fusion Applikationen, die Anfang Oktober bei der Oracle OpenWorld präsentiert worden waren, sieht Gaughan mit Vorsicht. Sie seien zwar ein wichtiges Element für Oracles Wachstum, sollen aber nicht existierende Anwendungen ersetzen. Wartung ist für Oracle das wichtigste Thema, denn daher rühren 92% der Profitabilität.

SAP verwirrt seine Kunden mit der Preispolitik. Die Klienten von Gartner suchen sehr häufig Unterstützung um SAPs Preise und Lizenzbedingungen zu verstehen. SAP habe sehr ungewöhnliche Bedingungen für die Transfer von Daten in und aus den SAP-Systemen. Das Unternehmen habe aber sehr zukunftsorientiert in Business Objects für Analytik, Sybase für Mobility und HANA für seine In-Memory-Datenbank-Technologie investiert.

SAP habe im Wesentlichen die Migration von R/3 zur Business Suite abgeschlossen, womit diese als Umsatzquelle nun versiege. SAP wird daher bei den Wartungsgebühren wesentlich aggressiver vorgehen müssen. Gaughan empfiehlt den Kunden die Preise dafür möglichst bald definitiv zu fixieren.

Telekom-Presse auf Facebook, Twitter, Google+ und Xing:

http://www.facebook.com/telekompresse 

https://twitter.com/telekompresse
https://plus.google.com/b/107956568441961581228/

http://www.xing.com/net/telekompresse/

( )

Verwandte Themen

Reaktionen auf diesen Artikel



Bernd, 25.11.2011
Erkenntnisse
IBM positioniert sich mit Smarter Planet als Vordenker.
Microsoft wird 2012 Marktanteile verlieren.
SAP verwirrt seine Kunden mit der Preispolitik.
Bei einigen Dingen muss man kein Guru sein, um das zu erkennen! ;-) Insgesamt aber sicher ein spannendes Symposium!



Wiener, 21.11.2011
Wie Neueinsteiger bei Cisco...
...angefüttert werden, und dadurch der Wettbewerb mit eigentlich unfairen Mitteln fern von jeglicher Installation bei beteiligten Cisco-Geräten gehalten wird, wäre auch einmal eine ausführlichere Betrachtung wert.
Neues Facebook-Update für iOS: Status-Emoticons und erweiterte Sharing-Optionen   HTC präsentiert Butterfly S mit Snapdragon 600 und BoomSound   Offizielle Preise für Galaxy Tab 3 Reihe   iPhone 5S: geleaktes Display im direkten Vergleich mit Display des iPhone 5   Nokia bald in chinesischen Händen? Huawei zeigt Interesse findet aber Windows schwach
Neues Facebook-Update für iOS: Status-Emoticons und erweiterte Sharing-Optionen   Bekannter Jailbreaker schimpft auf iOS 7 und vergleicht neues Design mit Kinderzeichnungen   Huawei präsentiert das dünnste Smartphone der Welt in London: das Ascend P6   Notebooks werden mobil - Akkulaufzeit das neue Kriterium, Touch dagegen unwichtig   Galaxy Note 3: Samsung präsentiert neues Phablet erst auf der IFA in Berlin

Suchbegriffe: Die wahren Interessen von IBM, Microsoft, Oracle und SAP


 
Die wahren Interessen von IBM, Microsoft, Oracle und SAPDie wahren Interessen von IBM, Microsoft, Oracle und SAPDie wahren Interessen von IBM, Microsoft, Oracle und SAP Telekom-Presseon
Meinung  •  Personalia  •  Jobbörse  •  Termine  •  Anzeigen  •   Newsletter-Admin  •  Impressum
Die wahren Interessen von IBM, Microsoft, Oracle und SAP
Die wahren Interessen von IBM, Microsoft, Oracle und SAP Die wahren Interessen von IBM, Microsoft, Oracle und SAP
IDC: Erster Cloud-Report für Österreich
News
Dossier
Test
IDC: Erster Cloud-Report für Österreich
Partner
Galaxy Tab 2 (7.0) und (10.1) ab erster Maihälfte lieferbar
Galaxy Tab 2 (7.0) und (10.1) ab erster Maihälfte lieferbar
Galaxy Tab 2 (7.0) und (10.1) ab erster Maihälfte lieferbar
Galaxy Tab 2 (7.0) und (10.1) ab erster Maihälfte lieferbar
Google Suche
Weitere Artikel