Acer Aspire V5-573G Notebook im Redaktionstest - mattes Full HD Display zum fairen Preis

Der größte Vorteil des Aspire V5-573G ist das matte Full HD Display, das Arbeiten auch in voller Sonne ermöglicht. Die Tastatur ist gut, leider aber mit Zehnerblock, das Trackpad bestenfalls Windows Durchschnitt. Der Preis aber sehr freundlich.

 

(06.08.2013, 13:15) Ich werde immer wieder von Lesern und auch aus dem Bekanntenkreis gefragt, welches Notebook man sich in Zeiten wie diesen anlachen sollte. Nämlich vor allem für produktives Arbeiten, denn für Gaming, Videos ansehen oder Musik hören greifen immer mehr User zu einem Tablet, denn zu einem Notebook. Gleich vorweg - mit dem Acer Aspire V5-573G bin ich fündig geworden. Es erfüllt nicht alle Ansprüche hundertprozentig, aber in der Windows Welt kommt es ihnen am nächsten und das noch dazu zu einem sehr vernünftigen Preis.

Was sind nun diese Ansprüche? Für mich gibt es drei Kriterien für ein Notebook, mit dem man in erster Linie produktiv Arbeiten möchte:

1. Der Bildschirm muss eine Auflösung eine Full HD Auflösung von 1920 x 1080 Pixel haben. Die bei vielen Windows Geräten noch immer übliche Auflösung 1366 x 768 Pixel ist angesichts von Full HD Smartphones ein Scherz und beim Fenster hinausgeworfenes Geld. Wer sich so etwas kauft, muss damit rechnen, dass das Ding in einem Jahr obsolet wird. Und in der Praxis benötigt man Full HD um zwei Dokumente oder Webseiten nebeneinander offen haben zu können.

Also: Der Bildschirm muss mindestens Full HD Auflösung haben um die nächsten Jahre noch gebrauchsfähig zu sein. Eine glänzende Oberfläche ist nur denen zu empfehlen, die sich den ganzen Tag in den Spiegel schauen wollen. Aber es gibt eben bereits auch matte Displays mit hoher Auflösung.

Ein Touchscreen bedeutet bei einem Notebook einen unnötigen Preisaufschlag. Sie sind nicht ergonomisch bedienbar, jeder Arbeitsmediziner wird dazu Nein sagen. Will man aber ohnehin nicht Hardcore Arbeit machen, wie lange Berichte schreiben, Tabellen kalkulieren oder Präsentationen austüfteln und Firmen-SAP & Co Anwendungen nutzen, sollte man ohnehin die Anschaffung eines Tablets ins Auge fassen.

2. Da wir mit dem Notebook arbeiten wollen, brauchen wir eine ordentliche Tastatur, die ein gutes Feedback bietet und nicht prellt. UND – die auch eine Hintergrundbeleuchtung hat, damit wir auch bei schlechtem Licht problemlos weiter tun können.

3. Das Notebook muss leicht sein und sollte trotzdem eine Akkulaufzeit von mindestens 10 Stunden haben. Leicht meint unter 2, vorzugsweise unter 1,5 Kilo. Bei der Akkulaufzeit ist es ziemlich egal, ob sie 2 oder 5 Stunden beträgt, da damit nur 1% der Nutzungsfälle zusätzlich erschlagen ist. In der Regel werde ich das Ladegerät mitschleppen, wenn ich mir nicht sicher bin, über einen Tag zu kommen.

Nach diesen Kriterien haben wir also gesucht und sind bei Apple fündig geworden. Aber wir wollten ja Windows – leider kein Treffer.

Am nächsten kommt noch das Acer Aspire V5-537G. Das rund 2 Kilo schwere V5-573G-54208G50aii (NX.MCCEG.004) in Silber für 650 Euro kommt ohne Betriebssystem, dafür mit Intel Dual-Core i5-4200U der Generation Haswell, 8 GByte DDR3-1333-RAM, einer 500-GByte-Festplatte (5.400 U/min), einem 15,6"-Full-HD-Display mit 1.920 x 1.080 Pixeln und Nvidia GeForce GT 750M daher.

Acers Aspire V5-573G-54208G50akk (NX.MCCEG.005) in Schwarz kostet zwar knapp 50 Euro mehr (700 Euro), hat dafür allerdings bereits Microsofts Windows 8 (64 Bit) vorinstalliert auf der Platte.

Es trifft unsere Anforderungen – fast. Die Akkulaufzeit passt nicht ganz, bewegt sich eben in der ominösen 5 Stunden Gegend. Arbeitet man dauernd damit, kommt man auf knapp über 5 Stunden, das ist schon ganz ordentlich, reicht aber eben fast immer nicht dazu, das Ladegerät zu Hause zu lassen.

Aber dafür hat das Teil eben einen Mega-Vorteil: Es ist bereits um rund 700 Euro wohlfeil.

Display: Das Display mit einer Diagonale von 15,6 Zoll ist wohl eine der größten Stärken des Aspire V5. Wie gesagt es verfügt über die Full HD Auflösung von 1920 x 1080 Pixel und ist matt. Der Betrachtungswinkel ist fast 180 Grad, ohne dass sich an den Farben etwas ändert – was aber bei einem Notebook ohnehin irrelevant ist im Gegensatz zu Smartphone und Tablet.

Es ist im Freien auch an einem sonnigen Tag gut lesbar, und zwar selbst bei direkter Sonneneinstrahlung auf die Bildschirmoberfläche – bei einem Display mit glänzender Oberfläche undenkbar. Hier wirkt sich die matte Oberfläche eben sehr positiv aus.

Tastatur

Grundsätzlich hat die Tastatur ein ordentliches Feedback, die Tasten sind leichtgängig und trotzdem exakt. Für Nachteulen unabdingbar ist die Tastaturbeleuchtung, die absolut perfektes Arbeiten im Dunklen ermöglicht. Das geringe Gewicht lädt auch förmlich dazu ein, noch später irgendwo arbeitend herumzuhängen.

Auf der rechten Seite findet sich ein Zehnerblock, weshalb die numerische Tastatur so weit nach links verschoben ist, dass die Hand am Rand aufliegt und zum Teil das Notebook überragt. Das kann auf die Dauer unangenehm werden. Für Zahlenfüchse, die den Zehnerblock brauchen, ist das aber wahrscheinlich kein Problem, sondern sogar erwünscht.

Ein weiteres Problem im Tastaturlayout ist der geringe Spalt zwischen der linken Shift Taste und der rechts daneben liegenden Taste mit den >Größer-/Kleiner-Zeichen (Bild links), die man damit häufig unabsichtlich betätigt.

Trackpad 

Generell hört man immer wieder Klagen, dass bei den Windows 8 Geräten das Trackpad weit schlechter funktioniert als bei Macs oder früheren Windows Notebooks. Nun, das Acer Aspire V5 macht da keine Ausnahme. Ich komme erst damit zurecht, nachdem ich über Systemsteuerung, 'Erleichterte Bedienung' und Maus alles an Extrafunktionen außer den absoluten Basics zur Mausbewegung abgeschaltet habe. Und dann würde ich mir noch separate Tasten wünschen, die nicht in die Fläche zur Mausbewegung gehören.

Schaltet man aber diese zusätzlichen Funktionen aus, dann reagiert das Trackpad ziemlich präzise. Die Mitnahme und Verwendung einer Maus ist aber auf jeden Fall ratsam. Wegen der Zehnertastatur ist das Trackpad natürlich ebenfalls aus der Mitte nach links verschoben. Zweimal wollte das Trackpad gar nicht - bisher unerklärlich warum, am nächsten Tag hat es aber wieder anstandslos funktioniert. Bei einem zweiten Testgerät ist das Problem bisher allerdings nicht aufgetreten.

Hardware

Unser Testgerät ist ausgerüstet mit dem Intel Core i5-4200U, 8GB (2x 4GB) RAM, der NVIDIA GeForce GT 750M Grafik mit 4GB eigenem Speicher, 500 GB Hard Disk, 15.6 Zoll Display non-glare mit 1920 x 108 Pixel; Anschlüsse für 1x USB 3.0, 2x USB 2.0, HDMI und LAN; WLAN 802.11b/g/n, Bluetooth 4.0; Webcam: 1.3 Megapixel; Akku: Li-Polymer, 4 Zellen, 3560mAh, 5h Laufzeit; Gewicht: 2.00kg. Die Besonderheiten sind der Nummernblock und die beleuchtete Tastatur. Als Herstellergarantie werden 24 Monate genannt.

Software

Es gibt das Acer Aspire V5-573G in zwei Varianten: mit Windows 8 um ungefähr 700 Euro und ohne Betriebssystem um etwa 50 Euro billiger.

Welche Software man auf dem ohne Betriebssystem angebotenen Gerät installieren kann, ist von Acer trotz wiederholter Nachfrage nicht zu erfahren. Als Auskunft erhielten wir nur dieses eher kryptische Statement: "Eine offizielle Bestätigung, dass Win7 und Linux (wovon es ja diverse verschiedene Versionen gibt) problemlos laufen, kann Acer leider nicht geben. Seitens Acer wird nur Win8 offiziell supported."

Ich habe es sowohl mit Windows 8 als auch mit Windows 8.1 benutzt. Es macht keine besondere Mühe, die für Notebooks und gar für solche ohne Touchscreen nutzlose Kacheloberfläche weitgehend zu vermeiden, selbst mit Windows 8.

Die Version Windows 8.1 bringt nur marginale Verbesserungen, da sie am Desktop so gut wie nichts ändert, dafür aber die Zahl der sinnlosen Kachel-Apps gehörig aufbläst. Die meisten kann man aber recht mühelos deinstallieren und damit den völlig unübersichtlichen Bereich der Kachel-Apps auf ein erträgliches Maß reduzieren. Über die Einstellung der zum jeweiligen Dateityp passenden Standard-Anwendung kann man auch verhindern, dass man permanent beim Anklicken eines Fotos oder einer pdf-Datei in irgendeiner Kachel App landet.

Auffallend ist jedenfalls, dass zwar Anwendungen am Desktop eine sehr gute Performance zeigen, aber alles in Windows selbst sowie die Kachel-Apps, wie etwa das Öffnen der Systemsteuerung, Ewigkeiten dauert.

Fazit

Das Acer Aspire V5-573G ist wohl im Moment eine der besten Möglichkeiten ein Notebook mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis zu erwerben. Unter den Windows Notebooks fällt es vor allem durch das Display auf, das weit besser ist als bei vergleichbaren, ja selbst erheblich teureren Angebote der Konkurrenz.

Es ist jedenfalls empfehlenswert für alle, die Windows verwenden wollen oder müssen und produktive Arbeit zu leisten haben.

Acer Aspire V5-573G-54208G50akk 15,6 Zoll Ultra Thin Notebook (Intel Core i5-4200U, 2,6GHz, 8GB RAM, 500GB HDD, NVIDIA GT 750M, Win 8) schwarz

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Reaktionen auf diesen Artikel


Wiener, 06.08.2013
schon vor 10 Jahren
...gab es von Dell einen wirklich ergonomisches 14" Display mit SXGA+ (1400x1050). Für produktives Arbeiten ist ein 4:3 Bild besser als ein 16:9 Schirm. Es gab seither aber nur wenige Geräte mit einer flugsitztauglichen Geometrie: Um einen 90° Lesewinkel zu bekommen, muß man sich die Tastatur auf Tuchfüllung heranziehen und kann da nicht mehr richtig tippen.

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SOL, 09.08.2013
Betrachtungswinkel
Der Betrachtungswinkel ist ganz und gar nicht irrelevant. Versuchen Sie mit einem TN Panel zu zweit ein Problem auf demBildschirm zu erörtern, egal ob man nebeneinander sitzt oder hinter jemandem Sitzenden steht. Einer von Beiden wird immer nichts erkennen...
Oder sehen Sie sich nur zu zweit ein Video an - es geht dabei nichts über ein IPS Panel.

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