|
Eine neue Studie von FMK-GF Barmüller widerlegt die Krebsgefahr durch Mobilfunk.
(Wien, 29.8.2002) „Mobilfunk erhöht laut der neuesten Studie nicht das Risiko, an Lymphknotenkrebs zu erkranken. Eine Gruppe von australischen Wissenschaftlern um Tammy D. Utteridge veröffentlichte nun ihre Kontrollergebnisse zur methodisch umstrittenen Repacholi-Studie des Jahres 1997. In der angesehenen Zeitschrift Radiation Research publizierte die Gruppe die Ergebnisse einer zwei Jahre lang durchgeführten Kontrolluntersuchung der Auswirkungen von gepulsten Mobilfunkfeldern auf genmanipulierte Mäuse. Ziel dieser Kontrollstudie war es, mit verbesserter Methodik die 1997 von Michael Repacholi veröffentlichten Studienergebnisse zu überprüfen“, erklärte Thomas Barmüller, Geschäftsführer des Forum Mobilkommunikation.
97er-Studie widerlegt Die australische „Repacholi-Studie“ hatte 1997 mit ihrem Ergebnis für Aufsehen gesorgt, weil laut dieser Untersuchung genmanipulierte Mäuse unter der Einwirkung von gepulsten elektromagnetischen Feldern, wie sie im Mobilfunk verwendet werden, angeblich häufiger an Krebs erkrankten. Der Autor der Studie warnte damals zwar davor, aufgrund der Ergebnisse eine Gefährdung der Bevölkerung zu behaupten, aber dennoch wurde und wird die Untersuchung als Beleg für die Gefährlichkeit von Mobilfunk herangezogen. Obwohl damals bereits vergleichbare Studien vorlagen, die keine Gefährdungen zeigten, wurde diese Untersuchung von unabhängigen Wissenschaftern wiederholt.
Umstrittene Erst-Studie Michael Repacholi und seine Mitarbeiter hatten genmanipulierte Mäuse über 18 Monate untersucht. Eine Gruppe dieser Tiere wurde mit einem GSM 900-Signal befeldet, die andere Gruppe diente als Kontrolle. Die Mäuse waren gentechnisch so verändert, dass sie sehr leicht spontan Lymphknotenkrebs (Lymphome) entwickelten. In der GSM-exponierten Gruppe war die Krebsrate verdoppelt. Dieses Ergebnis erregte großes öffentliches Aufsehen, war jedoch in der Fachwelt umstritten. Schon in der Sitzung der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK) am 4. Juli 1997 wurde die Studie auf ihre Bedeutung hin diskutiert. Dabei wurde Kritik an der Wahl der untersuchten Tiere - genmanipulierte Mäuse - aber auch an den Expositionsbedingungen geübt. Die SSK und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfahlen damals eine Wiederholung der Studie unter verbesserten Expositionsbedingungen.
Ergebnisse nicht bestätigt Bei der Wiederholungsstudie wurden genmanipulierte Mäuse des gleichen Typs wie bei Repacholi verwendet. Auch das verwendete GSM 900-Signal und die Dauer der Befeldung entsprachen den Bedingungen der Originalstudie. Zusätzlich wurde diesmal aber bei vier verschiedenen Expositionsstärken befeldet, um zusätzlich eine mögliche Dosis-Wirkungsbeziehung aufzudecken. In keiner der exponierten Gruppen wurde eine signifikante Erhöhung im Vergleich zu der Kontrollgruppe beobachtet, weder für die Zahl der erkrankten Tiere noch für die Anzahl der Tumore. Auch eine Dosis-Wirkungsbeziehung wurde nicht beobachtet.
(br)
© Telekom-Presse
|