Tipps gegen Spam

Die nervigen Werbemails überfluten ungehemmt die Mailboxen. Wir haben Tipps, wie man sich vor den unerwünschten Nachrichten schützt.

Spam ist nicht nur nervend, das tägliche Entrümpeln der Mailbox kostet auch Arbeitszeit und verursacht bereits Schäden in Milliardenhöhe. Damit diese Plage eingedämmt wird, kann jeder User mit einigen Maßnahmen seinen Beitrag leisten.

Was ist Spam überhaupt?
Spam- oder Junk-Mails (engl. Mist) sind die elektronisch Form der nervigen Werbesendungen, die man im Postfach oder an der Tür findet. Neben (meist suspekten) Werbemails werden oft auch Hilfe- oder Spendenaufrufe versendet. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an die Legende aus Schultagen, kiloweise Kaugummipapiere oder Zigarettenfolien würden einem armen Kind einen Rollstuhl finanzieren - ähnlich dubiose Aufforderungen kursieren nun als E-Mails. Sogar Handys werden von unerwünschten Nachrichten heimgesucht. Mit Liebesschwüren werden ahnungslose User geködert, teuere 0190er Nummern anzurufen.

So kann man sich schützen:

1. Die E-Mail Adresse nicht öffentlich bekannt geben. Die private Mail-Adresse sollte man nur vertrauenswürdigen Personen (Freunden, Familie) bekannt geben. In Gästebüchern, Foren oder Registrierungs-Formularen ist sie ein gefundenes Fressen für Spammer. Für solche Fälle kann man gratis E-Mail Dienste nutzen, die bei Bedarf still gelegt werden können. So bleibt die private Adresse verschont. 

2. Nicht auf Mails mit zweifelhaften Inhalten antworten. Auch wenn die Nachricht noch so sehr verlockt, dem Absender die Meinung zu sagen - mit einer Antwort wird die Gültigkeit der E-Mail Adresse nur bestätigt. Auf Links im Text, die angeblich dazu dienen den Empfänger von der Liste zu löschen, sollte man nur klicken, wenn es sich um ein bekanntes Unternehmen handelt. Auch auf Bilder sollte man nicht klicken, sie können ebenfalls zur Validierung dienen.

3. Achtung bei Aufforderungen, Daten zu verifizieren. Banken versenden niemals E-Mails mit der Aufforderung, die Kontodaten abzugleichen. Auch eBay bittet seine Kunden nicht, das Passwort nochmals einzugeben, weil Daten verloren gegangen sind. Die Links führen auf gefälschte Seiten, die dazu benutzt werden, Adresse, Kontoinformationen und Passwörter auszuspionieren.

4. Spam-Filter benutzen. Wird man bereits von der Plage heimgesucht, ist es ratsam Filter und Regeln anzulegen. Bei den meisten Internetprovidern kann man online Filter anlegen, die die unterwünschten Botschaften bereits abfangen, bevor sie in der Mailbox landen. Auch gängige E-Mail Programme wie Outlook oder Eudora bieten integrierte Spam-Filter. Nützt alles nichts, kann man noch auf eine extra Softwarelösung zurückgreifen.

5. Antiviren-Software installieren. Da Virenschreiber immer öfter die Tricks der Spammer nutzen, um ihre Schädlinge zu verbreiten, sollte man den Computer auf jeden Fall auch mit Antivirenscanner und Firewall schützen. Die Welle an rassistischen Spam-Mails wurde beispielsweise durch den Wurm Sasser ausgelöst. Zusätzlich sollte man auch das Betriebssystem durch Updates und Patches immer auf dem aktuellen Stand halten. Mehr über Firewalls

6. Achtung bei Downloads aus dem Internet. Wird man auf einer Webseite aufgefordert, dem Download von Software, Plug-Ins usw. zuzustimmen, ist höchste Vorsicht angebracht. Dahinter können sich Dialer und andere Schädlinge verbergen. Oft wird man aufgefordert "OK" einzutippen um Zugang zu einer Datenbank mit Rezepten, Smileys usw. zu erhalten. Solche Webseiten sollte man lieber sofort verlassen. Das Internet hat bestimmt seriösere Quellen zu bieten.

7. Kleingedrucktes lesen. Bei Online-Kaufhäusern besteht oft die Möglichkeit, weitere Informationen zu erhalten. Die Zustimmung wird bei seriösen Unternehmen eindeutig durch die Aktivierung einer Checkbox abgegeben. Will man keine Info-Mails erhalten, muss man das Häkchen wegklicken.

8. Newsletter abbestellen, wenn man ihn nicht mehr erhalten will. Wer einen Newsletter abonniert, sollte sichergehen, dass es immer die Möglichkeit gibt, diesen auch wieder abzubestellen oder zeitweise auszusetzen. Will man die Informationen nicht mehr erhalten, sollte man auf konventionellen Weg abbestellen und keine Spam-Filter einschalten.

Anti-Spam-Day
Yahoo und Partner-Unternehmen wie Radio NRJ, de.internet.com und der Verband der Deutschen Internetwirtschaft haben am 23. Juni den Anti-Spam-Day ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Flut an unerwünschten Mails, die als Spam oder Junk bezeichnet werden, einzudämmen, User zu informieren und Spammern das Handwerk zu legen. Weitere Informationen findet man unter www.antispamday.de


(br)

Alles über aktuelle Bedrohungen im TELEKOM-PRESSE Viren-Special
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