|
Gelöschte Dateien oder beschädigte Festplatten bedeuten nicht unbedingt endgültigen Datenverlust. Einige Schäden können Sie im Alleingang beheben - für andere ist unbedingt professionelle Hilfe von Nöten.
(2.1.2008) Im hektischen Alltag kommt es oft vor, dass durch äußere Einflüsse, wie etwa einen verschütteten Kaffee, Daten auf den Festplatten der Rechner zerstört oder gelöscht werden. Doch neben den dadurch verursachten Hardwaredefekt gibt es weitere Ursachen für die ernsthafte Gefährdung Ihrer Daten: Programmfehler, Stromausfall oder Viren können verheerende Folgen haben, falls Sie nicht in regelmäßigen Abständen ein Backup durchführen.
Recovery-Tools Wenn keine Hardware-Beschädigung vorliegt, sondern lediglich ein logischer Fehler auftritt, dann kann man in vielen Fällen sogar in Eigenregie die Dateien vor endgültigem Verlust retten.
Sogenannte Recovery-Programme können in vielen Fällen sehr gute Dienste leisten. Vielgelobt ist das Tool PC Inspector File Recovery welches die die Dateisysteme FAT 12/16/32 und NTFS unterstützt und sogar verlorene oder gelöschte Daten selbst nach einer Formatierung wiederherstellen kann. Das Programm findet dabei auch Laufwerke, die aufgrund eines beschädigten Boot-Sectors oder FAT nicht mehr zu Verfügung stehen. Die rekonstruierten Daten werden nach der Wiederherstellung mit Originaluhrzeit und Datum angezeigt.
R-Studio ist eine weitere Softwarelösung zur Wiederherstellung von Daten auf FAT12/16/32, NTFS, NTFS5 (von Windows 2000 oder XP erstellt) und Ext2FS (Linux)-Partitionen. R-Studio rettet gelöschte Daten auf lokalen Datenträgern und im Netzwerk (auch bei beschädigter Partitionsstruktur), erkennt RAID-Systeme, dynamische Datenträger, verschlüsselte und komprimierte Daten.
Ontrack EasyRecovery DataRecovery ist ein laut Hersteller einfach zu bedienendes, aber leistungsstarkes Softwaretool zur Wiederherstellung von unzugänglichen bzw. gelöschten Daten. Die Datenwiederherstellung erfolgt mit diesem Tool in drei Schritten: Nach verlorenen Daten suchen, anschließend Ordner oder Dateien, die wiederhergestellt werden sollen, auswählen und wiederhergestellte Daten in gewünschtes Zielverzeichnis kopieren.
Weitere Toolsfür die Datenrettung finden Sie bei Winload. Ferndatenrettung Sollte man sich trotzdem nicht an eine eigenhändige Datenrettung herantrauen, kann man auch auf ein Online-Service zurückgreifen. In diesem Fall verbinden sich die Experten direkt mit dem fehlerhaften Laufwerk über eine verschlüsselte Verbindung. In der Regel wird zunächst das System analysiert und ein Kostenvoranschlag für die Reparatur erstellt.
Professionelle Hilfe für Hardware Bei physischen Beschädigungen ist dringend davon abzuraten selbständig eine Wiederherstellung zu versuchen - die Erfolgschancen sind gering. Kaputte und beschädigte Hardware kann nicht mit Software repariert werden. Eine beschädigte Festplatte kann man manchmal auch an ungewöhnlichen Geräuschen, die eventuell auf ein beschädigtes Lager hindeuten, erkennen. Danach kann noch einige Zeit vergehen bevor sich der Defekt auf die Daten auswirkt. In diesem Fall kann ein Fach noch rechtzeitig die Platte ausbauen. In entsprechenden Laboren kann dann die Rettung der Daten unter staubfreien Bedingungen vorgenommen. Im Internet oder im Branchenverzeichnis findet man zahlreiche Firmen die professionelle Datenrettung anbieten, allerdings sind diese Dienste in der Regel sehr teuer.
(
)
© Telekom-Presse
|