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Die Rundfunk- und Telekom-Regulierungs-GmbH präsentierte Zahlen zu Trendwendungen am Telekommunikationsmarkt.
(Wien, 2.10.2008) Die Rundfunk- und Telekom-Regulierungs-GmbH (RTR) hat heute Trendwendungen auf dem Telekommunikations-Markt sowie ein neues eGovernment-Service vorgestellt. Kunden von Telekommunikationsbetreibern können künftig ihre Anträge zu Streitschlichtungsverfahren online einbringen.
"Verfall der Preise" Georg Serentschy, Geschäftsführer des Fachbereichs Telekommunikation, ist davon überzeugt, dass es in drei Jahren eine neue Generation des Mobilfunkes geben wird. Über die Ergebnisse der Erhebungen meint er: "Der rechnerische Zusammenhang ist simpel: Es gibt einen Verfall der Preise im Telekommunikationsgeschäft. Das Anwachsen von Bündelangeboten ist auch bemerkbar."
Festnetzanschlüsse sinken Die präsentierten Ergebnisse sind aufgrund der Marktsituation nicht sehr überraschend: Die Festnetzanschlüsse sinken zwar langsam, aber kontinuierlich: Waren im ersten Quartal 2007 noch rund 2,2 Millionen Festnetzanschlüsse gemeldet, waren es im ersten Quartal dieses Jahres nur mehr 2,1 Millionen Anschlüsse. Nicht nur Privatkunden, auch zunehmend mehr Geschäftskunden verzichten auf das Festnetz. Anders sieht es bei den Breitband-Festnetzanschlüssen aus: Dort liegt die Penetration der Haushalte bei 48 Prozent.
Mobilfunk: Harter Preiskampf Die Zahlen im Mobilfunk präsentieren ein einheitliches Bild: Die Umsätze stagnieren, wohingegen die Gesprächsminuten steigen. "Der Preiskampf ist hart für die Betreiber, aber gut für die Konsumenten", bringt Georg Serentschy die aktuelle Situation am Mobilfunkmarkt auf den Punkt.
Dritte Generation beim Mobilfunkstandard Die Zahl der genutzten UMTS-SIM-Karten, also der Mobilfunkstandard der dritten Generation, mit dem deutlich höhere Datenübertragungsraten möglich sind, steigt (drei Millionen Stück im ersten Quartal des Jahres), während die Nutzung von GSM-SIM-Karten zurückgeht: Der bis dato größte Rückgang bei diesen wurde vom vierten Quartal 2007 auf das erste Quartal 2008 verzeichnet: In ersterem waren es 7,5 Millionen, bei zweiterem nur mehr sieben Millionen.
SMS- und Breitbandanschlüsse boomen Bei der Versendung von SMS ist ein regelrechter Boom zu verzeichnen: In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden 1,1 Milliarden SMS versendet; im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor waren es lediglich halb so viele. Auch beim mobilen Breitband wurde ein starkes Wachstum gemessen: Im ersten Quartal 2008 verfügten 750.000 Haushalte über Breitbandanschluss; nur ein Quartal zuvor waren es um 100.000 weniger.
Schlichtungsfälle steigen Die Zahl der Beschwerden über Telekommunikationsnetzbetreiber sind im Steigen begriffen. Die Statistik hier verläuft nicht kontinuierlich: Wurden im Jahr 2004 4700 Streitfälle gezählt, waren es zwei Jahre später nur 2800 Fälle. Im aktuellen Jahr wurden jedoch bereits über 4000 Fälle vermeldet; die RTR erwartet hier bis Ende des Jahres 5300 Streitschlichtungsfälle. Am häufigsten wurden bei den Kunden Entgeltstreitigkeiten als Grund angegeben; aber auch Vertragsschwierigkeiten oder Probleme mit mobilen Datendiensten und Mehrwert-SMS wurden gezählt.
Das Streitschlichtungsverfahren online Die RTR bietet Beschwerdeführern an, ihren Antrag online zu stellen. Auch eine Plattform auf der Webseite ermöglicht es, Beschwerden einzureichen, die dann entsprechend weitergeleitet werden.
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