Microsoft ist zur Wiederaufnahme von Gesprächen bereit - allerdings nur mit einer anderen Yahoo-Führung. Die Yahoo-Aktie schoss als Reaktion um 12 Prozent in die Höhe.
(Wien, 7.7. 2008) Die spannungsgeladenen Verhandlungen zwischen dem Softwareriesen Microsoft und Suchmaschinenbetreiber Yahoo kommen doch wieder in Bewegung. Microsoft sei nun wieder bereit mit Yahoo zu verhandeln. Voraussetzung dafür sei aber eine neue Führung an Yahoos Spitze.
Sturz geplant
Damit schlägt sich Microsoft auf die Seite von Yahoos Großaktionär Carl Icahn, der bei der Hauptversammlung am 1. August 2008 den aktuellen Yahoo-Chef und Firmengründer Jerry Yang stürzen möchte. Icahn soll sich vergangene Woche mehrmals mit Microsoft-Chef Steve Ballmer getroffen haben. Vom Microsoft-Chef und anderen Verantwortlichen des Konzerns hat er erfahren, dass Microsoft immer noch daran interessiert sei, Yahoo komplett oder nur die Suchmaschine zu kaufen. Bedingung sei aber die Wahl eines neuen Verwaltungsrates.
Microsoft hatte zuletzt fast 50 Milliarden Dollar (knapp 32 Milliarden Euro) für Yahoo geboten, die Übernahmepläne angesichts heftigen Widerstands im Mai aber für beendet erklärt. Die neueste Ankündigung von Microsoft sorgte an der Börse für Aufregung. Die Yahoo-Aktie schoss zu Handelsbeginn fast zwölf Prozent nach oben. Die Microsoft-Papiere legten gut ein Prozent zu.