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Wann man vorsichtig sein sollte und mit welchen Bekanntschaften man unbedenklich plaudern kann.
Nicht nur Erwachsene, sondern auch immer mehr Jugendliche überfluten die Chat-Räume. Was der jungen Generation so viel Spaß macht, bereitet so manche Eltern schlaflose Nächte. Kein Wunder, denn Schreckensnachrichten über Kinderschänder, die sich als harmlose Chatpartner tarnen, werden immer häufiger. Mit ein paar Tipps und Vorsichtsmaßnahmen kann man im Internet ganz ungezwungen plaudern.
Chaträume im Trend Über 60 Prozent aller Jugendlichen besuchen Online-Chats. Ein Viertel hat bereits Chat-Bekanntschaften persönlich getroffen. 36 Prozent der Jugendlichen haben unangenehme Erfahrungen mit Chats gemacht. Die Nutzung von Chatrooms - das "Plaudern" via Internet - ist eine der beliebtesten Internetaktivitäten von Jugendlichen im Zeitalter des WWW geworden. Mehr als die Hälfte aller Jugendlichen zwischen zwölf und 19 Jahren nutzen heute Online-Chats, um neue Kontakte zu knüpfen, zu flirten oder mit Freunden zu kommunizieren. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Jugend, Information, Multimedia" des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest.
Schutz vor negativen Erfahrungen Die Studie zeigt aber auch, dass die Teenager mit dem Chatten nicht nur positive, sondern auch negative Erfahrungen gemacht haben. 36 Prozent der Jugendlichen gaben an, bereits persönlich unangenehme Erfahrungen mit Online-Chats gemacht zu haben. Ein Viertel der jungen Chatter hat sich bereits mit (zuvor unbekannten) Bekanntschaften aus dem Internet persönlich getroffen. Enttäuschungen sind da in vielen Fällen vorprogrammiert, weil oftmals Lügen aufgetischt werden. So entpuppt sich der 16-Jährige Sportfreak dann beim ersten Date oftmals als 40-jähriger Biertrinker.
Um keine Gefahren im Chat einzugehen, sollte man folgende Grundregeln beachten:
1) Niemals mit Leuten aus dem Chat alleine treffen, sondern nur in Begleitung (Freunde, Eltern) - und auch dann nur an öffentlichen Orten. Wohnungen und einsame Waldlichtungen sind bei einem "Blind Date" tabu.
2) Keine Angaben von persönlichen Daten wie Adresse, Telefonnummer und Nachnamen, denn sonst können unliebsame Belästigungen zur Tagesordnung werden. 3) Freundlich, aber mit einer Portion Misstrauen! Wer sich im Chat nach diesem Motto verhält, kann nicht so schnell auf Betrüger reinfallen. Wichtig ist es zudem, nicht alles zu glauben, was andere in Online-Talks erzählen. Etwas vorzutäuschen und so Vertrauen zu missbrauchen, ist via Chat sehr einfach.
4) Wenn das Chatten unangenehm oder der Chatpartner aufdringlich wird, dann sollte dies sofort dem Moderator gemeldet werden. Man sollte sich nie scheuen, diesen um Hilfe zu bitten, denn schließlich hat er für einen gefahrlosen Umgang im Chat zu sorgen. Weiters sollten unangenehme Dialoge sofort beendet werden.
5) Eltern empfiehlt Andrea Cuny-Pierron vom Verband der österreichischen Internet Service Provider (ISPA): "Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind jene Chat-Räume fest, die besucht werden dürfen und vereinbaren Sie Sicherheitsregeln, die einzuhalten sind."
Seriöse Chaträume Nicht alle Chaträume sind seriös und nehmen Rücksicht auf Minderjährige. Ein einfaches Erkennungsmerkmal eines vertrauenswürdigen Chats ist das Vorhandensein eines Moderators, der bei Bedarf helfen kann. Ein gutes Zeichen ist es auch, wenn unseriöse Beiträge sofort gesperrt werden. Chats, in denen geschimpft wird und Beleidigungen an der Tagesordnung stehen, sollten unbedingt gemieden werden.
Ein österreichisches Chat-Angebot, das konsequent alle Sicherheits-Empfehlungen umsetzt, ist zum Beispiel www.stars4kids.at. Die größte kostenlose Chat-Community für Jugendliche bietet moderierte Chats, klare Regeln für die Chatter und beschränkt die Registrierung auf Jugendliche. Weitere empfohlene Chatangebote und Tipps zum sicheren Chatten gibt es hier.
(ik)
© Telekom-Presse
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