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Im EU-Vergleich liegt Österreich an dritter Stelle, nur in Schweden und Norwegen sind Internetadressen noch teurer.
(Wien, 31.07.2003) Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag von domainfactory durchgeführte Studie vom Institut für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Technischen Universität Wien. Die Kosten für eine ".at"-Domain betragen demnach in den ersten fünf Jahren 86,4 Euro. Bei den Spitzenreitern Schweden 137,14 Euro und Norwegen 87,78 Euro. Frankreich liegt mit Domainkosten von 75 Euro deutlich hinter Österreich an vierter Stelle, gefolgt von Belgien (50 Euro), Niederlande (30-40 Euro), Italien (27,01 Euro), Ungarn (21 Euro), Deutschland (20 Euro) und Großbritannien (19,4 Euro).
".de" viel billiger Die Studie offenbart einen eklatanten Kostenunterschied zwischen Deutschland und Österreich. So kostet eine Domain in Deutschland im ersten Jahr fünf Euro, in Österreich zwischen 30 und 60 Euro. In den Folgejahren zahlen Deutsche rund drei Euro für ihre Internetadresse, Österreicher noch zwischen 15 und 30 Euro. Die hohen Kosten spiegeln sich auch in der Anzahl der vergebenen Internetadressen wieder: von 1000 Einwohner besitzen in Österreich lediglich 34 eine eigene Domain, in Deutschland 76.
Preissenkung gefordert Die Domain-Vergabe und Administration erfolgt über die Töchter der Internet Privatstiftung Austria, nic.at und Admin Verwaltungs- und BetriebsgesmbH. Die Privatstiftung wurde von der Universität Wien und vom Verein der Internet Service Providers Austria (ISPA) gegründet. Oliver Marburg, Geschäftsführer von domainfactory, fordert nun laut orf.at eine Offenlegung der Ausschüttungen der Privatstiftung und vor allem die Senkung der Domainpreise. Denn eine Preissenkung um knapp ein Drittel sei schon alleine aus dem Bilanzgewinn bei nic.at möglich.
(mi)
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