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Ideen für ein sicheres Web

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Die Internet Privatstiftung Austria präsentierte zum dritten Mal die geförderten Projekte der Aktion Netidee. Die Sicherheit im Internet war diesmal das Hauptthema und soll es auch weiterhin bleiben.

(Wien, 15.10.2008) Unter der Schirmherrschaft der Internet Privatstiftung Austria (IPA) wurden heuer zum dritten Mal die geförderten Projekte unter dem Begriff Netidee vorgestellt.

Über die IPA
Die Internet Privatstiftung Austria ist eine österreichische gemeinnützige Stiftung, die das Internet in Österreich fördern soll. Rupert Nagler, IPA-Stiftungsvorstand, erklärt, dass in diesem Jahr vor allem Projekte gefördert wurden, die das Internet sicherer und benutzenswerter machen. Nagler ist es ein Anliegen, der vorherrschenden Meinung, das Internet stelle eine Bedrohung dar, entgegenzuwirken. Künftig sollen deshalb auch derartige Projekte gefördert werden. "Sicherheit ist das Hauptthema", so Nagler. In einem Gremium wurde darüber entschieden, welche Projektideen von der IPA eine finanzielle Unterstützung erhielten.

Nette Idee
Die Förderaktion läuft unter dem Namen "Netidee". Dieses Jahr wurden 24 Projektideen eingereicht, acht Teilnehmer haben den Förderzuschlag von maximal 40.000 Euro pro Netidee erhalten. Über die einzelnen Projekte kann man sich auf www.netidee.at genauer informieren, auch der Förderungsantrag sowie alle notwendigen Informationen über die Teilnahme finden sich dort.

UrbanShield: Keine Chance gegen Hacker
Eines der Projekte nennt sich "UrbanShield" und ist eine Software, die zur Erhöhung der Sicherheit von mobilem Internet entwickelt wurde. Dabei werden mehrere Software-Verschlüsselungsprogramme verwendet. Ein möglicher Hackerangriff sei laut dem Projektverantwortlichen Johannes Angelo Laub unmöglich, da ein Hacker nur einzelne Datenpakete wahrnehmen kann, mit denen er nichts anzufangen weiß. Laub ist der Ansicht: "Sicheres, anonymes Surfen sollte ein Bürgerrecht sein." Er wünscht sich deshalb, die Software kostenfrei aufgrund von Subventionen anbieten zu können. Die UrbanShield Software wird voraussichtlich ab April nächsten Jahres zunächst gratis erhältlich sein.

Cybercrime: "Underground Economy"
Ein weiteres Projekt namens "Spotlight" stellte Gilbert Wondracek vor, welches Einblicke in die sogenannte "Underground Economy" liefert. Wondracek versteht darunter eine Schattenwirtschaft, also eine Kommerzialisierung der Internetkriminalität. Dieses Projekt sammelt Informationen darüber, wie und auf welchen Plattformen der Datenaustausch zwischen Internet-Kriminellen von statten geht. In den letzten Jahren wurden Internetnutzer zunehmend Ziele von Cybercrime: Spam, Phishingversuche, Identitätsdiebstahl oder Kreditkartenbetrug. Diese Aktivitäten sollen herausgefiltert und überlegt werden, mit welchen Initiativen man die Cyberkriminaltiät in Kooperation mit den Behörden schwächen kann.

"Wie ein Bazar"
Wondracek erläutert: "Die Kommunikationskanäle, wo sich Internet-Kriminelle aufhalten, sind relativ leicht zu finden, zum Beispiel in Chat-Rooms. Es ist verblüffend, dass noch keine Gegenmaßnahmen dahingehend ergriffen wurden, zu untersuchen, wie diese Leute miteinander kommunizieren und auf welche Weise sie sich die Daten aneignen. Es geht darum, wissenschaftlich nachzuforschen, wie beispielsweise Kreditkarten genutzt werden oder woher Spammer ihre E-Mail Adressen bekommen." So nutzen diese unter anderem Instant Messaging zur Kommunikation. "Man muss sich das wie einen Bazar vorstellen, Spammer halten sich immer in diesen Räumen auf", so Wondracek.

Barrrierefreier Webzugang
Bei dem Projekt Capkom (Community Art Portal für kognitiv beeinträchtigte Menschen) wurde ein Portal geschaffen, bei dem Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung Bilder künstlerisch gestalten können. Eine herkömmliche Navigation, aber auch rein textuelle Beschreibungen stellen für diese Menschen oft eine Barriere dar, um das Internet uneingeschränkt nutzen zu können. Capkom hat einen einfachen, bildunterstützen Webauftritt kreiert, der eine klare Struktur sowie eine einfache Navigationsweise ermöglicht.

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