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Das Internet als integrative Informationsgesellschaft zu sehen, ist Ziel der e-Inclusion-Kampagne. 35 Prozent der Österreicher haben keinen Internet-Zugang.
(Wien, 3.10.2008) Die ISPA (Internet Service Provider Austria) veranstaltete den Internet Summit Austria 2008 zum Thema e-Inclusion. Themenschwerpunkt war das Internet als eine integrative Informationsgesellschaft. Die e-Inclusion-Kampagne hat sich zum Ziel gesetzt, allen Menschen eine uneingeschränkte Teilnahme an der Informationsgesellschaft zu ermöglichen.
35 Prozente der Österreicher ohne Internetzugang Die zuständige Ministerin Heidrun Silhavy erläuterte, es müsse besonderes Augenmerk auf ältere Personen und Menschen mit sozial schlechter gestelltem Status, die keinen Online-Zugang haben, gelegt werden. Rund 35 Prozent der Österreicher haben keinen Zugang zum weltweiten Netz oder benutzen es nicht. Silhavy gab aber auch zu, dass es äußerst schwierig sei, diese Menschen am Internet teilhaben zu lassen. Es wurden bereits Projekte gestartet, die unter anderem einen kostenfreien Web-Zugang zu Bibliotheken ermöglichen, doch diese Initiativen hätten nicht so wirklich gefruchtet.
Barrierefreie Seiten für Behinderte Die Ministerin forderte des weiteren einen freien Netzzugang für behinderte Personen. Einige Webseiten, wie die Regierungsplattformen müssen seit Beginn des Jahres Barrierefreiheit aufweisen. Kriterien für einen solchen Status sind unter anderem, dass die Webseite übersichtlichlich und verständlich aufgebaut ist und mit zusätzlichen Bedienelementen wie beispielsweise der Möglichkeit, die Schriftgröße auf der Webseite größer oder kleiner zu stellen, ausgestattet sein. Die Webseite einfach-barrierefrei.de ist ein solches Beispiel.
Internet für alle: Schön aber ein Grundbedürfnis? Dass über die Möglichkeiten diskutiert wird, allen Menschen eine Teilnahme an der Informationsgesellschaft, insbesondere des Internets ermöglichen zu wollen, ist begrüßenswert. Allerdings drängt sich gleichzeitig die Frage auf, ob einige Menschen, wie sozial ärmere Schichten nicht in erster Linie andere Befriedigungen von Bedürfnissen im Kopf haben, als Zugang zum Internet zu haben. Vielleicht erfreuen sich unter anderem aus diesem Grund die Internet-Implementierungen im öffentlichen Bereich, wie in Bibliotheken, keinem regen Zulauf.
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