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Die US-Firma 23andMe, die Genanalysen inklusive Internetauswertung anbietet, expandiert nach Europa und Kanada. Legalität in Österreich ist zweifelhaft.
(Mountain View, 22.1.2008) Seit November 2007 bietet das Startup 23andMe in den USA die Erforschung des eigenen Erbguts an. Aufgrund des großen Erfolges können ab sofort auch europäische Länder und Kanada das Angebot zur virtuellen DNA-Präsentation nutzen. Eine Analyse plus anschließender Online-Auswertung bekommt man zum Preis von 999 Dollar.
Analyse per Speichelprobe Bevor man seine Gene im Internet betrachten kann, bekommt man einen Wattebausch plus Barcode-Röhrchen zugeschickt. Eine damit entnommene Speichelprobe wird in einem Partnerlabor von 23andMe analysiert. Vier bis sechs Wochen später erhält der Kunde auf einer verschlüsselten Seite Einsicht auf sein Erbgut. In Verbindung mit aktuellen Forschungsergebnissen erfährt man mehr über seine genetische Abstammung und Veranlagungen. Zudem kann die eigene DNA mit denen anderer Familienmitglieder oder Freunden verglichen werden, sofern diese auch 23andMe nutzen.
Nutzen wird bezweifelt Die Nützlichkeit und Aussagekraft der von dem Unternehmen aufbereiteten Daten wurde von österreichischen Experten bereits im vergangenen Jahr in Frage gestellt. Zudem scheint das Verfahren in Österreich illegal zu sein, wie "Orf.at" berichtet. Denn in Österreich sei nach einem Genotyping eine Beratung durch erfahrene Genetiker vorgeschrieben, ein Anbieter wie 23andme würde daher gegen hiesige Gesetze verstoßen. Trotzdem wird der Dienst auf der Website seit heute auch in Österreich angeboten.
Google-Beteiligung Hinter 23andMe steckt unter anderem Anne Wojcicki, die Frau von Google-Mitgründer Sergey Brin. Google selbst ist mit 2,9 Millionen an dem Unternehmen beteiligt.
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