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Die neuen Datenschutzbestimmungen stoßen auf wachsenden Widerstand. Immer mehr Mitglieder wehren sich mittels fiktiver Namen gegen personalisierte Werbung.
(Hamburg, 22.1.2008) Während sich die Betreiber des Studentenportals StudiVZ für den Deutschland-Start von Facebook rüsten, kommt immer mehr Unmut seitens der eigenen Mitglieder auf. Wie "Die Welt" berichtet, beschwerten sich immer mehr Mitglieder über die neuen Datenschutzbestimmungen. Mit den Daten der User soll künftig das Werbegeld verstärkt fließen.
Neue AGB-Fassung Seit Mitte Dezember fordert StudiVZ von seinen Mitgliedern, dass sie aufgeweichte Datenschutzbestimmungen akzeptieren. Eine erste Fassung brachte Datenschützer auf den Plan, die einen Verkauf von Kundenprofilen an andere Unternehmen vermuteten. StudiVZ wehrte sich gegen diese Interpretation der neuen Bestimmungen, strich jedoch zweifelhafte Passagen. An den Protesten der User hat dies nichts geändert, ein Prozent ist sogar ausgetreten.
"Namensfälschungen" nehmen zu Bei den Verbleibenden Mitgliedern steigt der Trend zu fiktiven Namen. Bei StudiVZ sieht man die Entwicklungen etwas anders. "Der Trend zur Namensfälschung ist rückläufig", meint StudiVZ-Chef Marcus Riecke. Trotzdem wirbt die Social-Networking-Plattform dieser Tage um "echte" Kundendaten. Mit Sätzen wie "Dein Name ist schön" und "Dein richtiger Name ist uns wichtig" werden User zur Preisgabe von persönlichen Daten aufgefordert.
Satter Gewinn erwartet Hinter der Aktion steckt der verstärkte Druck der Verlagsgruppe Holtzbrinck ("Die Zeit", "Handelsblatt"), die das Studentenportal vor einem Jahr für 85 Millionen Euro erworben hat. Da klassische Werbebanner zu wenig Geld einbringen, sollen personalisierte Anzeigen die Gewinne steigern. 2008 soll die erfolgreichste deutsche Website mehr als zehn Millionen Euro Gewinn einfahren, ein Erfolg gegen die Namensfälscher wäre dabei sicher Hilfreich. Einige Mitglieder springen dem Unternehmen inzwischen sogar bei. Ihre Initiative heißt: "Die AGB-Hysterie nervt."
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