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Nach Angaben von F-Secure nimmt der Trend zu zielgerichteten Angriffen weiter zu. Diese werden künftig vermehrt aus Zentralamerika, Indien, China und Afrika durchgeführt.
(München, 17. Jänner 2008) Die Mehrzahl der Internetkriminellen operieren heute von Russland, China und Südamerika aus. Dies wird sich nach den Erkenntnissen der Sicherheitsexperten von F-Secure in den nächsten fünf Jahren ändern. Demnach werden Angriffe zukünftig vermehrt aus Zentralamerika, Indien, China und Afrika erfolgen.
Geographischer Wandel Die Forscher von F-Secure haben den geographischen Wandel der Internetkriminalität seit 1986 aufgezeichnet und kartographiert. Daraus lässt sich eine Verschiebung von Europa und Nordamerika hin zu Schwellenländern herauslesen.
Professionalisierung der Cyberkriminalität Seit 2003 hat zudem eine Professionalisierung der Internetkriminalität stattgefunden, in deren Zuge auch die Zahl der zielgerichteten Angriffe stark zugenommen hat. Als Ursprungsländer für die Herstellung und Verbreitung der Schadcodes gelten seither Länder der ehemaligen Sowjetunion, wie Russland, Weißrussland, die Ukraine, Kasachstan, Litauen und Lettland. Auch Brasilien und China gehören laut F-Secure dazu.
Gründe für den Wandel Diese Entwicklung wird auf die große Zahl begabter Computerspezialisten zurückgeführt, für die es in diesen Ländern nicht genug IT-Stellen gibt und somit ihre Fähigkeiten für illegale Geschäfte einsetzen. Künftig sollen sich auch Mexiko und Afrika zu Ausgangspunkten für die Online-Kriminalität entwickeln. Darüber hinaus wird auch der Trend zu immer raffinierteren und zielgerichteten Angriffe und das Ausnutzen von Schwachstellen weiter zunehmen. Als Grund für diese Prognose wurde die rasch voranschreitende Verbreitung von Breitbandzugängen als auch die ungünstigen sozioökonomischen Faktoren wie Mangel an IT-Stellen genannt.
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