Internet-Landkarte zeigt Bedrohungen an

McAfee hat eine weltweite Internet-Landkarte entwickelt, die Bedrohungen im WWW aufzeigt. Dazu wurden 265 Top-Level-Domains getestet.

(München, 29.3.2007) McAfee Inc. hat eine weltweite Internet-Landkarte zur Sicherheit im World Wide Web entwickelt. Das auf Analysen von McAfee SiteAdvisor beruhende Dokument zeigt, wo das Surfen und die Suche im globalen Datennetzwerk riskant ist.

Domains getestet
Der Hersteller hat insgesamt 265 Top-Level-Domains wie Japan (.jp), Frankreich (.fr) und Commercial (.com) mit seinen Websicherheits-Tests unter anderem auf Spyware, Spam und das gezielte Ausnutzen von Sicherheitslücken hin untersucht. Die auf den Namen "Mapping the Mal Web" getaufte Studie weist große Diskrepanzen zwischen den einzelnen Ländern auf.

Mehr als 550 Millionen gefährliche Klicks
Der Studie zufolge klicken Internet-Anwender jeden Monat mehr als 550 Millionen gefährliche Websites an. Selbst auf die relativ sicheren Top-Level-Domains Deutschland (.de) oder Großbritannien (.uk) entfallen Millionen solcher gefährlicher Web-Aktivitäten.

Ergebnisse
Rot stuft McAfee all jene Online-Präsenzen ein, die in mindestens einem der durchgeführten Tests aufgefallen sind, sei es durch die Verbreitung von Adware, Spyware, Viren oder das Ausnutzen von Browser-Sicherheitslücken. Die Farbe Gelb erhalten Websites, die zwar die Prüfungen bestanden haben, aber angesichts belästigender Elemente dennoch eine entsprechende Aufmerksamkeit von Internetanwendern erforderlich machen. Mit grün sind alle Seiten gekennzeichnet, die alle Tests bestanden haben. Hier die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Am sichersten ist Finnland (.fi) mit 0,1 Prozent der Gefahrenklassen rot und gelb. Die Tokelau-Inseln (.tk) mit 10,1 Prozent gelten als am gefährlichsten. 
  • Bestimmte Internet-Aktivitäten wie eine Nutzerregistrierung und der Download einer Datei sind auf Websites mit gewissen Domain-Endungen erheblich riskanter.
  • Als bedrohlichste Top-Level-Domains von größeren Ländern erwiesen sich Rumänien (.ro, mit einem Anteil gefährlicher Seiten von 5,6 Prozent) und Russland (.ru; 4,5 Prozent)
  • Mit einem 7,5-prozentigen Anteil von Websites der Gefahrenstufe gelb und rot ist .info die gefährlichste der allgemeinen, nicht länderspezifischen Top-Level-Domains – gefolgt von .com mit einer Quote von 5,5 Prozent.
  • Auch wenn die Top-Level-Domain .com lediglich die fünfthöchste Quote gefährlicher Websites hat, birgt sie aufgrund ihrer enormen Popularität auch ein besonders großes Risiko für Suchmaschinenanwender und Web-Surfer in sich. 86,6 Prozent aller Klicks auf Internetpräsenzen der Gefahrenstufen gelb- und rot entfallen auf .com-URLs.
  • Die Top-Level-Domains der Niederlande (.nl), Deutschlands (.de) und Großbritanniens (.uk) sind  angesichts der Plätze 31, 33 beziehungsweise 51 im Risiko-Ranking allesamt als vergleichsweise sicher einzustufen. Dennoch entfallen auch auf jede dieser drei Länder-Domains pro Monat mehr als zwei Millionen Klicks auf Websites der Risikoklassen gelb und rot.

Online abrufbar
Die komplette Studie "Mapping the Mal Web" inklusive aller Ergebnisse stellt McAfee zusammen mit einer interaktiven Websicherheits-Weltkarte bereit.


(jb)


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