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Immer mehr chinesische Jugendliche verfallen dem Internet. Angaben zufolge benötigen in größeren Städten etwa 15 Prozent der jungen Chinesen Hilfe.
(Wien, 18.1.2007) Chinesische Jugendliche sind zunehmend durch Internetsucht gefährdet. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler am Psychologischen Institut der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Die Sucht hänge vor allem mit Computerspielen, weniger mit virtuellen Beziehungen zusammen. Gefährdet seien den Wissenschaftlern zufolge hauptsächlich "brave" Kinder, die gute schulische Leistungen erbringen.
Zwei Millionen Süchtige Internetsüchtige sind in China um zehn Jahre jünger als im Westen. Die meisten seien zwischen 15 und 20 Jahre alt. Angeblich benötigen etwa 15 Prozent der Jungendlichen in größeren Städte Hilfe. Zwei Millionen seien bereits süchtig. Dabei handle es sich vor allem um Jungen, die oft in illegal betriebenen Internetcafes ins Netz gehen. Diebstahl, Raub und sogar Mord seien die Folgen, so ein Wissenschaftler.
Grund: Ein-Kind-Politik Der Direktor des Therapiezentrums für Internetsüchtige in Peking Tao Ran ortet die Gründe für Internetsucht auch in der Ein-Kind-Politik. Die Kinder seien oft allein zu Hause und hätten keine Gesellschaft. Die Breitbandverbreitung habe sich zudem so rasch verbreitet, die Eltern kennen das Internet oftmals zu wenig.
(jb)
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