Neue Internetregelungen in Iran

Zu Jahresbeginn sind in Iran neue Internetregelungen in Kraft getreten. Iranische Blogger müssen sich jetzt anmelden.

(Wien, 3.1.2007) Alle Iraner, die einen Blog oder eine Website betreiben, müssen sich nun innerhalb von zwei Monaten auf einer Regierungswebsite mit Namen und Adresse registrieren. Dies wurde vor einigen Wochen im Kabinett des Präsidenten Ahmadinedschad beschlossen. Zu Jahresbeginn sind noch weitere Internetregelungen in Kraft getreten, die zur Wahrung der religiösen und kulturellen Werte beitragen sollen.

Laut Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenze gehörte der Iran im vergangenen Jahr zu den 13 größten Feinde des Internet. Die Regierung hat bereits im Herbst letzten Jahres Internetprovidern befohlen die Bandbreite der Anschlüsse auf 128 Kilobit pro Sekunde herunterzuschrauben. Damit sollte der weltweite Informationsfluss beschränkt, sowie das Herunterladen von ausländischen Filmen und Musik verhindert werden.


(jb)


Reaktionen auf diesen Artikel

Es ist kein Geheimnis,
dass nicht nur in Ländern wie dem Iran eine große Kluft besteht zwischen Theorie und Praxis, zwischen dem, wie es sein sollte, und dem, wie es ist.
  Emailmaster - 2007-01-04
  Antworten >>

in in iran, bloger ....
Sowiet bekannt werden in Iran etwaige Gesetze entweder direkt vom Parlament erlassen - z. B. wie neulich die VerPflichtung der Regierung zum Vorantreiben der Nuklearforschung - oder aber nach Gesetzesvorlage durch den Präsidenten also Regeirung beim Parlament, welches dann darüber befindet. Damit ein großer Teil der Verfassungsbeschwerden von vornherein gegenstandslos werden, wird jedes Gesetz nachdem es durch das Parlament abgesegnet ist von Verfassungsaufsichtsrat ( Expertenrat) hinsichtlich seiner verfassungskompatibilität überprüft und das Prüfungsergebnis, z. B unbedenklich oder Nachfragen usw. an das Parlament zurückgegeben. Erst dann, im Fall von Unbedenklichkeit wird das Gesetz erlassen.Nun es nimmt Wunder, wenn Sie schreiben die Ahmadinedschadsregierung hätte diese Blogergesetz usw. Bislang war ich davon überzeugt , dass in Iran die Dinge so verlaufen wie ich beschrieben habe. Ich bitte Sie höflich durch Mitteilung verbindlicher Info mich zu korrigieren. Mit den besten Grüßen und Empfehlungen
Dr. med. Faribors Marktanner
Rüppurrerstraße 8
76137 Karlsruhe
fariborsm@web.de
  farivborsm - 2007-01-04
  Antworten >>




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