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Nach dem Vorbild der Musikbranche will die US-Filmindustrie erstmals Klagen gegen Tauschbörsen-User einreichen.
(Los Angeles, 4.11.2004) Das Imperium schlägt zurück. Vertreten durch die Motion Picture Association of America (MPAA) will die US-amerikanische Filmindustrie in der kommenden Woche rund 230 Klagen, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Ziel der Klagen seien namentlich unbekannte User, deren Identität im Zuge der Klage anhand ihrer IP-Adressen ausgeforscht werde.
Zwei Prozent der Tauschfiles Im Vorfeld gab es monatelange Diskussionen, ob solche Aktionen tatsächlich notwendig seien und wie sich gerichtliche Schritte auf das Filmgeschäft auswirken könnten. Im Gegensatz zur Musikindustrie, ist die Filmindustrie derzeit noch weniger von illegalen Downloads betroffen. Laut Marktforscher Big Champagne sind nur rund zwei Prozent der in File-Sharing-Netzwerken ausgetauschten Spielfilme. Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Breitband-Internet sei in Zukunft allerdings mit vermehrtem Film-Download zu rechnen.
Die MPAA geht davon aus, dass der jährliche Einnahmeverlust aufgrund sämtlicher Formen der Piraterie die drei Mrd. Dollar-Marke bereits überschritten habe. Bisher hatte sich Hollywood vor allem auf den Kampf gegen DVD-Raubkopierer konzentriert.
(br)
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