Roboter zur Grenzsicherung

Ab 2007 soll die Grenze zwischen Süd- und Nordkorea von bewaffneten Robotern bewacht werden.

(Wien, 15.11.2006) Die südkoreanische Regierung plant offenbar, stationäre Roboter zur Überwachung der nordkoreanischen Grenze einzusetzen. Die Systeme sollen autonom entscheiden, ob sie nach einer Warnung von ihren Waffen Gebrauch machen, berichtet Nachrichtenmagazin "heise".

Freund oder Feind?
Vorgestellt wurden die Roboter Ende September von Lee Jae-Hoon, Südkoreas stellvertretendem Minister für Wirtschaft, Industrie und Energie. Laut Jae-Hoon sollen die Roboter imstande sein Menschen von Tieren, Fahrzeugen und Bäumen zu unterscheiden und mittels Stimmerkennung zu identifizieren. Entwickelt wurden die Roboter von Samsung der und der Koreanischen Universität.

Die Systeme können sowohl mit Maschinengewehren als auch mit nicht-tödlichen Gummigeschossen ausgestattet werden oder ganz unbewaffnet zum Einsatz kommen. Die Roboter sollen über einen Touchscreen und einen Joystick gesteuert werden können und voraussichtlich rund 200.000 US-Dollar pro Stück kosten. Weitere Systeme sollen eventuell zur Überwachung militärischer Anlagen und Einrichtungen wie Flughäfen oder Staudämme eingesetzt werden.


(br)


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