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Eine Studie zeigt: Aufgrund der verfrühten "Leer"-Anzeige bei Druckern werden mindestens 20 Prozent der Patronenfüllung nicht genutzt.
(Wien, 21.6.2007) Der TÜV Rheinland hat im Auftrag des Druckerherstellers Epson Tintenpatronen untersucht und zum Schluss gekommen, dass durch die verfrühte "Leer"-Anzeige mindestens 20 Prozent der Patronenfüllung nicht genutzt wird. Gegenstand der Studie war der wirtschaftliche Vergleich zwischen der Single-Ink- und der Mulit-Ink-Technologie. Die Methode, einzelne Patronen für jede Farbe zu verwenden, sei laut Epson ökonomischer als drei verschiedene Farben in einer Patrone anzubieten. Diese Annahme sollte die Untersuchung bestätigen.
Meldung kommt zu früh Die Studie hat hingegen ergeben, dass Drucker aller Hersteller viel zu früh eine leere Tintenpatrone melden. Als größter Verschwender wurde Kodaks EasyShare 5300 angeführt. Im Test wurden Studienautoren zufolge sogar 64 Prozent der Tinte verschwendet, da das Gerät zu früh einen Wechsel der Patronen gefordert hatte. Das beste Zeugnis wurde Epson ausgestellt. Aber auch Epson-Patronen verfügen bei der Leer-Meldung noch über 20 Prozent der Füllmenge. Von fünf gekauften Patronen landet eine ungenutzt im Mülleimer.
Methode nicht genau Zudem wurde das Gewicht der Patronen vor und nach der Benutzung untersucht. Es wurde solange gedruckt, bis das Gerät eine leere Patrone meldete. "Die Rest-Füllmenge wird bei geschlossenen und undurchsichtigen Patronen über Zählen ermittelt", so Michael Maitz, Product Business Developer für Office-Produkte bei Canon Österreich, im Gespräch mit "pte". Dabei wird gezählt, wie oft der Druckkopf einen Tropfen Tinte freigibt. Die Methode sei nicht zu 100 Prozent genau. Die Zahlen der Studie bezeichnet Maitz als übertrieben.
20 Prozent sind übertrieben Durchsichtige Patronen bieten mehr Transparenz. Der Kunde kann dabei mit eigenen Augen prüfen, ob die Patrone tatsächlich restlos leer ist. Epson hat bei seinen neuen Modellen Tinten-Sensoren eingebaut. "Dieser Sensor meldet dem Drucker den aktuellen Tintenstand. Die verbleibende Resttinte ist absolut marginal", erklärt Karsten Jahn, Produktmarketing Consumer bei Epson Deutschland. Die 20 Prozent Restfüllmenge führt Jahn auf den Permanentdruckkopf zurück, der im Gerät verbleibt und stets mit Tinte gefüllt sein muss. Daher dürfe die Situation nicht eintreten, dass der Druckkopf "leergedruckt" wird. Mit den Tinten-Sensoren werde gewährleistet, dass die verbleibende Restemenge absolut marginal sei. "Von 20 Prozent kann keine Rede sein", so Jahn.
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