LTE Auktion in der Schweiz erfolgreich abgeschlossen

Die Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen in der Schweiz ist abgeschlossen: Die Unternehmen Orange, Sunrise und Swisscom haben eine zukunftsträchtige Frequenzausstattung vor allem bei den tiefen Frequenzen erworben. Es wurden knapp 1 Milliarde Franken erlöst. Nur Österreich muss noch bis September warten.

 

(24.02.2012, 15:00) Nach Deutschland stehen auch in der Schweiz die für LTE wichtigen Frequenzen aus der Digitalen Dividende zur Verfügung. Nur Österreich muss noch warten, bis das Ministerium und der Regulator sich bewegen. Und das soll erst im September der Fall sein.

Mit der Versteigerung von bisherigen und zusätzlichen Frequenzen ebnet die Eidg. Kommunikationskommission (ComCom) den Weg für die Nutzung von modernen und effizienteren Mobilfunktechnologien wie LTE (Long Term Evolution). Die Auktionseinnahmen für den Bund belaufen sich auf 996,2 Millionen Franken. Die Auktion hat vom 6. bis zum 22. Februar stattgefunden.

Im Auftrag der ComCom hat das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) die heute freien und per 2014 bzw. 2017 frei werdenden Mobilfunkfrequenzen, inkl. jene der sogenannten Digitalen Dividende (ehemalige Rundfunkfrequenzen), versteigert.

So stehen den Mobilfunkbetreibern durch diese Neuvergabe deutlich mehr Frequenzen zur Verfügung, als sie bisher in Betrieb hatten. Damit können sie die stark wachsende Nachfrage nach mobilen Breitbanddiensten befriedigen, ihre Netze mit den neusten Mobilfunktechnologien wie z.B. LTE (Long Term Evolution) erweitern.

Zur Teilnahme an der Auktion hatten sich die Unternehmen Orange, Sunrise, Swisscom und In&Phone beworben. In&Phone hat die Zulassungsbedingungen nicht erfüllt und wurde deshalb nicht zur Auktion zugelassen. Die Auktion dauerte insgesamt 13 Tage und wurde über ein elektronisches Auktionssystem der englischen Firma DotEcon Ltd. durchgeführt. Dieses System erlaubt das sichere Bieten über das Internet. 

Dank der Auktion wurde die neue Frequenzausstattung von den Mobilfunkbetreibern selbst bestimmt und nicht von einer Behörde vorgegeben. Diese weltweit einmalige Gesamtvergabe aller Mobilfunkfrequenzen ermöglichte Orange, Sunrise und Swisscom, je eine neue, umfassende Frequenzausstattung gemäß ihren Geschäftsmodellen zu erwerben.

Die Konzessionen werden technologieneutral erteilt, sodass die Frequenzen auch mit den neuesten Mobilfunktechnologien wie etwa LTE (Long Term Evolution of UMTS) genutzt werden können. Mit dieser frühzeitigen Frequenzvergabe und einer Nutzungsdauer bis Ende 2028 können die Konzessionäre langfristig planen und auf einer gefestigten Grundlage investieren. Die stark steigende Nachfrage nach mobilen Breitbanddiensten kann so auch langfristig befriedigt werden.

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Reaktionen auf diesen Artikel


Pepi-Onkel, 27.02.2012
Süße Täume in der Pendeluhr
Sogar die angeblich langsamen Schweizer haben uns überholt. In Südafrika stehen fast 500 LTE-Stationen. Aber bei uns in Timbuktu wissen die Politiker nur, wo sie die Hand aufhalten sollen. Da muß ich mich ja fremdschämen.

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