Festplattensteuer kann im Elektrofachgeschäft 80 Euro kosten

Heftige Preiserhöhungen für Konsumenten wegen der Festplattenabgabe. Heftige Preiserhöhungen für Konsumenten wegen der Festplattenabgabe.
Barbara Ponweiser hätte auf ihren Einkauf im Elektrofachgeschäft über 40 Euro Festplattensteuer gezahlt. Mittels gratis SMS an 0800 100 22 070 können Bürger noch bis Ende Juni „Nein“ zur geplanten Abgabe zu sagen.

 

(11.06.2014, 19:10) Ein Besuch bei Elektrofachhändlern wird in Zukunft die Geldtaschen der Konsumenten spürbar leeren – wenn die geplante Festplattenabgabe eingeführt wird. Klar gezeigt hat sich das am Wochenende in einem Wiener Einkaufszentrum. Dort konnten sich Kunden ausrechnen lassen, wie viel Steuerabgaben beim Kauf von Handys, Tablets & Co. auf sie zukommen würden.

Eine junge Frau kommt gut gelaunt aus einem Elektronikshop in einer Wiener Einkaufsmall – im Gepäck ein neues Smartphone und eine SD-Karte. Die gute Stimmung von Barbara Ponweiser bekommt einen Dämpfer, nachdem sie sich im Rahmen einer Informationskampagne der Plattform für ein modernes Urheberrecht und der Wirtschaftskammer berechnen hat lassen, wie viel Steueraufschlag sie zukünftig dank der Festplattenabgabe für ihren Einkauf zu zahlen hätte. „43,20 Euro hätte ich heute mehr ausgegeben. Das tut schon weh“, so Barbara Ponweiser . „Bei solchen Beträgen liegt es auf der Hand, dass ich in Zukunft lieber online bestellen werde. Da komme ich auch mit Versandkosten weit günstiger davon.“

780 Euro für Haushalt, 80 Euro nach Einkauf, 90 Euro für Weihnachtsgeschenke

Am Wochenende hatten Kunden und Interessierte die Möglichkeit sich ausrechnen zu lassen, wie viel Steuern für sie mit der geplanten Festplattenabgabe anfallen würden. Ein Paar kalkuliert, dass im gemeinsamen Haushalt Geräte zu finden sind, für die Steuern im Wert von 780 Euro zu zahlen wären.

Ein anderer Käufer hätte die Mall mit 80 Euro weniger verlassen und auf den letzten Weihnachtseinkauf eines Kunden wären mit der Festplattenabgabe beinahe 90 Euro Steueraufschlag fällig. „Wir müssen diese unfaire finanzielle Belastung der Konsumenten verhindern“, so Ing. Thomas Schöfmann, Sprecher der Plattform für ein modernes Urheberrecht und Geschäftsführer von Conrad Electronic Austria.

Gratis Protest-SMS an 0800 100 22 070

Schöfmann ruft daher auf, unter 0800 100 22 070 oder auf www.gegenfestplattenabgabe.at „Nein“ zur Festplattenabgabe zu sagen. Die Stimmen werden bis Ende Juni gesammelt und der Regierung vorgelegt. Hinweise auf die Kampagne sind auch in den Filialen von Mobilfunk- und Elektronikanbietern in Form von Kassenaufstellern zu finden.

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